Leis, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

geistliches Lied des Mittelalters, das auf den Refrain »Kyrieleis« endet
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Leis m. ‘Kirchengesang, geistliches Volkslied’, mhd. leis(e), gekürzt aus am Ende des Liedes gesungenem Kyrieleis, Kirleis oder Kirles, dies hervorgegangen aus dem der Liturgie der Ostkirche entstammenden Ruf byzant.-griech. Kýrie eléison (Κύριε ἐλέησον) ‘Herr, erbarme dich!’, in vorchristlicher Zeit ein Huldigungsruf an Götter, Herrscher und Kaiser. Leis ist nach dem 17. Jh. nicht mehr gebräuchlich, wird aber in der Fachliteratur des 19. Jhs. erneuert.
Zitationshilfe
„Leis“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Leis>, abgerufen am 30.05.2020.

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