Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Leistungsbereitschaft, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Leistungsbereitschaft · Nominativ Plural: Leistungsbereitschaften · Verwendung im Plural ungebräuchlich
Aussprache [ˈlaɪ̯stʊŋsbəˌʀaɪ̯tʃaft]
Worttrennung Leis-tungs-be-reit-schaft
Wortzerlegung Leistung Bereitschaft
Wahrig und ZDL

Bedeutung

Entschlossenheit, Gewilltsein, die verlangten Anforderungen (und den hierfür notwendigen Arbeitseinsatz) zu erbringen
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: eine hohe, große, mangelnde, fehlende Leistungsbereitschaft
als Akkusativobjekt: die Leistungsbereitschaft fördern, erhöhen, steigern; Leistungsbereitschaft fordern, mitbringen
in Präpositionalgruppe/-objekt: sich auf die Leistungsbereitschaft auswirken; Vertrauen in jmds. Leistungsbereitschaft
mit Genitivattribut: die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter, Menschen, Bürger, Schüler
in Koordination: Leistungsbereitschaft und Motivation
Beispiele:
Eine Promotion gilt nach wie vor als Nachweis für eine hohe Leistungsbereitschaft. [Der Spiegel, 07.09.2011 (online)]
[…] wenn Studierende ihr Erlerntes sofort umsetzen und sich aktiv mit eigenverantwortlich geführten Projekten einbringen können, steigen Motivation und Leistungsbereitschaft. [Süddeutsche Zeitung, 30.09.2017]
Die Chancen in unserer Gesellschaft dürfen weder vom Geschlecht noch von der sozialen oder ethnischen Herkunft abhängen, sondern von der eigenen Leistung und der individuellen Leistungsbereitschaft. [Der Standard, 27.10.2007]
Nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Geschlechtergerechtigkeit müßten Kreativität, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft von Frauen für die ganze Gesellschaft nutzbar gemacht werden. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.05.2005]
Er forderte von Schülern und Lehrern höhere Leistungsbereitschaft und von den Politikern vergleichbare Schulabschlüsse [in den Bundesländern]. [Die Welt, 18.04.2000]
In der Wirtschaft spricht man von Kreativität, weil man mit dieser Vokabel neue Leistungsbereitschaften einfordern kann, ohne genau sagen zu müssen, worin die Leistungen bestehen, die man fordert. [die tageszeitung, 02.08.1997] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Leistungsbereitschaft‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Leistungsbereitschaft‹.

Zitationshilfe
„Leistungsbereitschaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Leistungsbereitschaft>.

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