Leistungsmotivation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Leistungsmotivation · Nominativ Plural: Leistungsmotivationen · wird selten im Plural verwendet
Aussprache 
Worttrennung Leis-tungs-mo-ti-va-ti-on
Wortzerlegung LeistungMotivation
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
Motivation, Ansporn, eine möglichst gute Leistung zu erbringen, sich an hoher Leistung zu orientieren
Beispiele:
Danach werden profunde berufliche Expertise und eine ausgeprägte Leistungsmotivation erwartet, d. h. Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit einem hohen Gütemaßstab, große Anstrengungsbereitschaft und Wille zur fortwährenden Steigerung der eigenen Leistung. [Der Standard, 07.01.2013]
Er legt Wert auf seinen guten Ruf und will, daß man ihn im Unternehmen […] kennt. […] Der Bewerber wird sich stets dort durch hohe Leistungsmotivation hervortun, wo er sicher sein kann, daß Leistungen ihm auch persönlich zugeschrieben werden. [Kellner, Hedwig: Das geheime Wissen der Personalchefs, Frankfurt a. M.: Eichborn 1998, S. 191]
Selbständige haben eine höhere Leistungsmotivation. Sie zeigen eine höhere Risikobereitschaft, und sie schreiben ihren Erfolg oder Mißerfolg eher ihren eigenen Kompetenzen statt äußeren Umständen zu. Die Forschung zur Leistungsmotivation geht vor allem auf den Amerikaner David McClelland zurück. Er zeigte, daß Leistungsorientierte unterschiedliche Erwartungen haben. [Süddeutsche Zeitung, 30.08.1997]
Dem Anfangsunterricht kommt bei Schülern mit unentwickelter Leistungsmotivation eine wichtige […] Aufgabe zu. [Schaub, Horst u. Zenke, Karl G.: Leistungsmotivation. In: dtv-Wörterbuch Pädagogik [Elektronische Ressource], Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1995], S. 9264]
Bei amerikanischen Bergsteigern am Mount Everest bestätigte sich: Die Leistungsmotivation der Gruppenmitglieder ist dann am stärksten, wenn den Mitgliedern der Erfolg unsicher erscheint. In schwierigen Situationen am Berg war die Stimmung optimistisch[…]. [Die Zeit, 20.05.1966, Nr. 21]
2.
metonymisch Beweggrund, etw., das zu einer Leistung motiviert
Beispiele:
»Wenig‑Leister« oder »Nicht‑Leister« im öffentlichen Dienst konnten auch im bisherigen Entlohnungssystem zur Verantwortung gezogen werden. Und daß im bisherigen Gehaltssystem nichtmaterielle Leistungsmotivation schon immer, auch ohne Prämienanreize, zu überdurchschnittlichen Leistungen geführt hat, gerät aus dem Blick. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.09.2006]
»Angst« und »Furcht« als Leistungsmotivationen verlieren an Schärfe[…] [konkret, 2000. Zitiert nach: konkret, 1990.] ungewöhnl. Pl.
Zitationshilfe
„Leistungsmotivation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Leistungsmotivation>, abgerufen am 06.06.2020.

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