Leite, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Leite · Nominativ Plural: Leiten
Aussprache 
Worttrennung Lei-te (computergeneriert)
eWDG, 1969

Bedeutung

gehoben, süddeutsch, österreichisch Bergabhang
Beispiel:
Von hier ist der Weg ... nicht mehr weit: eine kahle Leite hinunter [FusseneggerAntlitz8]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Leite f. südd. öst. ‘abschüssiges Gelände, Abhang, Berghalde’, ahd. (h)līta (11. Jh.), mhd. līte, mnd. līt, anord. hlīð, aengl. hlīþ n. (germ. *hleidō- f. ‘Abhang’). Vergleichbar sind griech. kleitýs (κλειτύς) f., lit. šlaītas m. ‘Abhang, Hügel’, anschließbar an ie. *k̑lei- ‘neigen, lehnen’, Erweiterung der Wurzel ie. *k̑el- ‘neigen’ (s. ↗lehnen1).

Verwendungsbeispiele für ›Leite‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zwar hat er keine Erfahrung im Leiten großer Apparate, aber er verläßt sich darauf, daß er gut delegieren kann.
Die Zeit, 01.09.1989, Nr. 36
Dies, so gab Leite inzwischen zu, sei auch gar nicht beabsichtigt gewesen.
Süddeutsche Zeitung, 11.01.1995
Leiten ließ er sich in erster Linie von religiösen Motiven.
Bauer, Hans: Tisch und Tafel in alten Zeiten, Leipzig: Koehler & Amelang 1967, S. 181
Leiten wir aus solchem Zufall nicht gar zu viele Forderungen an uns ab?
Wolf, Christa: Der geteilte Himmel, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verl. 1963, S. 151
Um das Leiten in Wirtschaft und Politik zu optimieren, sollten viel stärker als bisher die Modelle der Kybernetik und der modernen Systemtheorie sinnvoll genutzt werden.
Ardenne, Manfred v.: Ein glückliches Leben für Technik und Forschung: Berlin: Verlag der Nation 1976, S. 173
Zitationshilfe
„Leite“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Leite>, abgerufen am 04.06.2020.

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