Lemur, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lemuren · Nominativ Plural: Lemuren · wird meist im Plural verwendet
Worttrennung Le-mur (computergeneriert)
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›Lemur‹ als Erstglied: ↗lemurenhaft  ·  mit ›Lemur‹ als Grundform: ↗lemurisch
eWDG, 1969

Bedeutung

nach altrömischer Vorstellung umgehender Geist eines Toten, der als ruheloses Gespenst die Menschen erschreckt
Beispiel:
Herbei, herbei! Herein, herein, / Ihr schlotternden Lemuren, / Aus Bändern, Sehnen und Gebein / Geflickte Halbnaturen [GoetheFaustII 11512]

Typische Verbindungen zu ›Lemur‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lemur‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lemur‹

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Wir erleben uns gegenseitig, unter anderem, als Lemuren, auch wenn wir es uns nicht eingestehen dürfen.
Die Zeit, 01.11.1968, Nr. 44
Und die Lemuren in Weimar haben ihm auch das noch übel genommen und sich das Maul zerrissen.
Süddeutsche Zeitung, 18.09.1999
Für sieben Monate verkriechen sich die kleinen Lemuren meist in schlecht isolierte Baumhöhlen.
Die Welt, 26.06.2004
Lemuren und Kobolde umtanzen ihn, Soldaten ziehen vor ihm her.
Hofmann, Werner: Das irdische Paradies, München: Prestel 1991 [1960], S. 159
Halbaffen wie die Lemuren haben auf der Insel Madagaskar durch die räumliche Isolation besondere Eigenschaften herausbilden können.
o. A. [H. L.]: Primaten. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]
Zitationshilfe
„Lemur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lemur>, abgerufen am 04.06.2020.

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