Lendenbraten, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lendenbratens · Nominativ Plural: Lendenbraten
WorttrennungLen-den-bra-ten
WortzerlegungLendeBraten
Wahrig und DWDS, 2019

Bedeutungen

1.
größeres Fleischstück von der Lende (2), das für die Zubereitung eines Bratens geeignet ist
Beispiele:
Hinter dem runden Roastbeef befindet sich das flache Roastbeef, das regional auch Rostbraten, Lende, Lendenbraten, Contrefilet, Schlossstück oder Englischer Braten genannt wird. [Fleischtheke: Alles über Roastbeef, 29.07.2016, aufgerufen am 10.07.2019]
Der Lendenbraten vom Rind – im Französischen auch Contrefilet genannt – ist besonders zart und saftig und gehört zu dem Besten, was das Rind zu bieten hat. [Landhunde, 01.07.2014, aufgerufen am 11.12.2018]
Den Lendenbraten für Sonntag zurechtschneiden und das dabei abfallende Fleisch für den Paprikatopf verwenden. [Berliner Zeitung, 06.10.1963]
2.
Kochkunst geschmortes Fleischgericht aus der Lende (2) vom Rind (seltener Schwein), das häufig mit Knödeln und Gemüse serviert wird
Beispiele:
Der mehrere Tage marinierte Lendenbraten aus Rindfleisch wird meist mit einer Zitronenscheibe, Schlagsahne und Preiselbeeren, reichlich Gemüse-Sahne-Soße und in Scheiben geschnittenen Knödeln serviert. [Spiegel, 24.09.2006 (online)]
Wenn die rund 1200 Schüler des Gymnasiums L’Empéri in der französischen Provence mittags in ihre Kantine gehen, bekommen sie zum Beispiel einen leckeren Lendenbraten serviert, der viereinhalb Stunden bei niedriger Temperatur im Ofen war. [Spiegel, 18.05.2008 (online)]
[…] [Die Gäste] wurden u. a. mit tschechischen Spezialitäten wie Lendenbraten mit böhmischen Knödeln und Karlsbader Likör Becherovka verwöhnt. [Die Welt, 12.10.2002]
Das Essen ist [in der böhmischen Küche] in der Regel deftig-ordentlich. Das Standard-Fleischgericht Svickova, meist als Lendenbraten übersetzt, ist ein geschmorter Rinderbraten. [Frankfurter Rundschau, 20.06.1998]
Ebenso zum Zuge kommen [bei den Meisterköchen aus Mecklenburg-Vorpommern] so deftige Leckereien wie Mecklenburger Lendenbraten mit Backpflaumensauce. [Welt am Sonntag, 30.11.1997]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lende · Lendenbraten · lendenlahm
Lende f. Körperteil hinter und über den Hüftknochen, das Fleisch vom Schlachtvieh unterhalb des Rückgrats, ahd. lentī, lentin ‘Nieren, Lende’ (8. Jh.), mhd. lende, älter lente, asächs. lendin, mnd. mnl. nl. lende, aengl. lendenu Pl., anord. lend, schwed. länd führen mit schwundstufigem ahd. lunda ‘Talg’ (9. Jh.), aengl. lundlaga ‘Niere’, (ge)lynde ‘Fett’, anord. lund ‘Lende, Nierenfett’ und mit lat. lumbus (aus *londhu̯os) ‘Lende’, aslaw. lędvịję Plur. ‘Lenden’, russ. (älter) ljádveja (лядбея) ‘Lende, Schenkel’ auf ie. *lendh- ‘Lende, Niere’. Lendenbraten m. ahd. lentibrāto (9. Jh.), mhd. lendebrāte. lendenlahm Adj. ‘kreuzlahm’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Filet · Lende · Lendenbraten  ●  ↗Lungenbraten  österr.
Oberbegriffe
Assoziationen
Zitationshilfe
„Lendenbraten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lendenbraten>, abgerufen am 10.12.2019.

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