Lenkstange, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Lenk-stan-ge
Wortzerlegung lenkenStange
eWDG, 1969

Bedeutung

Stange mit zwei Griffen zum Lenken
Beispiel:
er hielt die Lenkstange des Fahrrads umklammert
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lenken · ablenken · einlenken · Lenker · Lenkrad · Lenkstange
lenken Vb. ‘in eine bestimmte Richtung bewegen, steuern’, mhd. lenken ‘biegen, wenden, richten’ (vgl. auch ahd. ir(h)lenken ‘verrenken’, Hs. 12. Jh., ūʒ(h)lenken ‘aufschnallen’, um 900) ist eine Bildung zu dem unter ↗Gelenk (s. d.) aufgeführten Substantiv ahd. (h)lanka (um 800), mhd. lanke ‘Hüfte, Lende’, eigentlich ‘Einbiegung, Stelle, an der man sich biegt’, s. auch ↗Flanke. Die Bedeutung entwickelt sich von ‘biegen, in eine andere Richtung biegen’ zu ‘die Richtung bestimmen, steuern’. ablenken Vb. ‘in eine andere Richtung lenken, abbiegen’ (um 1500), ‘fernhalten, abwenden, auf andere Gedanken bringen’ (Anfang 16. Jh.). einlenken Vb. ‘von einer Richtung in eine andere lenken, sich nachgiebig zeigen’ (um 1700). Lenker m. ‘wer lenkt, führt, befehligt’ (17. Jh.), ‘Lenkstange, Steuergerät’ (20. Jh.). Lenkrad n. Lenkstange f. (beide Ende 19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Lenkstange‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lenkstange‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lenkstange‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hierbei greife ich um und führe die Lenkstange hinter meinen Rücken.
Die Zeit, 22.06.2009, Nr. 25
Die Hände bleiben auf der Lenkstange und Sie heben nur den Kopf leicht an.
Süddeutsche Zeitung, 20.04.2000
Nicht wie Frauen üblicherweise, die mit beiden Händen die Lenkstange führten, sie bisweilen auch vorgebeugt belehnten, belasteten, als wollten sie ihr Besitzrecht körperlich zeigen.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 603
Wie ich die festgeschraubte Lenkstange frei zu machen vergaß und sofort auf den Asphalt fiel.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1934. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1934], S. 166
Auch wenn sie die braunen Arme hängen und die Lenkstange mitgleiten ließen, verlor ihr Blick die geruhige Achtsamkeit nicht.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Das dritte Reich des Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1925], S. 649
Zitationshilfe
„Lenkstange“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lenkstange>, abgerufen am 31.05.2020.

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