Lernbehinderung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lernbehinderung · Nominativ Plural: Lernbehinderungen
Worttrennung Lern-be-hin-de-rung
Wortzerlegung lernenBehinderung
DWDS-Vollartikel, 2015

Bedeutung

Pädagogik (langandauerndes und umfassendes) Unvermögen, schulische Leistungen altersgerecht zu erbringen
Kollokationen:
in Koordination: Lernbehinderungen und Verhaltensauffälligkeiten
in Präpositionalgruppe/-objekt: Kinder mit Lernbehinderungen
Beispiele:
Kinder, bei denen Förderbedarf diagnostiziert ist, haben mehrheitlich Verhaltensstörungen, Lernbehinderungen, geistige oder sprachliche Defizite[…]. [Süddeutsche Zeitung, 04.09.2015]
Lernbehinderung wird festgestellt, wenn ein Kind oder Jugendlicher schwer, in verschiedenen Lernfeldern und lang dauernd in seinem schulischen oder berufsbezogenen Lernen beeinträchtigt ist, in seinen Leistungen deutlich unter den Normen seiner Altersgruppe bleibt und deshalb besonderer Hilfen bedarf. [Schaub, Horst / Zenke, Karl G., Lernbehinderung, in: Wörterbuch zur Pädagogik, München: Dt. Taschenbuch-Verl. 1995, S. 1390]
Trotz ihrer Lernbehinderung war sie zunächst auf einer normalen Realschule, blieb dort aber zwei Mal sitzen. [Die Zeit, 29.03.2010]
Als zusammenwirkende Gründe nannte er ihre Sprach- und Gehörlosigkeit, daraus folgend Lernbehinderung und Milieubenachteiligung. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.1994]
Aus der Gehörlosigkeit ergab sich eine Sprachbehinderung. Alle diese Behinderungen zusammen mündeten wiederum in eine Lernbehinderung. [Die Zeit, 11.06.1971]

Typische Verbindungen zu ›Lernbehinderung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lernbehinderung‹.

Zitationshilfe
„Lernbehinderung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lernbehinderung>, abgerufen am 28.05.2020.

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