Leseförderung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Leseförderung · Nominativ Plural: Leseförderungen
Worttrennung Le-se-för-de-rung
Wortzerlegung lesen1Förderung1
DWDS-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
Pädagogik Maßnahmen zur Steigerung der Lesehäufigkeit und der Lust am Lesen
Kollokationen:
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Programm zur Leseförderung
Beispiele:
Von der Politik forderte Buchholz, die bereits ermäßigte Mehrwertsteuer auf Printprodukte wie Zeitschriften und Zeitungen ganz abzuschaffen. Das sei die größte Leseförderung, die die Bundesregierung in Angriff nehmen könne. [Die Zeit, 17.11.2009]
Die Leseförderung, so das Ergebnis ihrer Beobachtungen, kommt schon in der Grundschule viel zu spät. Kinder müssen lange vorher mit Büchern vertraut sein, damit sie das Lesen später genießen können. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.10.2006]
Die DDR war ein Leseland mit einer beispielhaften Leseförderung in Schulen und Bibliotheken. Sechzig bis achtzig Bücher lasen die Kinder im Jahr. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.1994]
Die Zukunft des Lesens in der multimedialen Gesellschaft hängt wesentlich von der Einstellung der jungen Generation ab, die man durch Leseerziehung und Leseförderung zu beeinflussen unternimmt[…]. [Wittmann, Reinhard, Geschichte des deutschen Buchhandels, München: C.H. Beck 1991, S. 8573]
2.
Pädagogik Unterstützung bei Erwerb und Ausbau der Lesefähigkeit
Kollokationen:
hat Präpositionalgruppe/-objekt: Leseförderung in der Grundschule
mit Adjektivattribut: eine gezielte Leseförderung
in Präpositionalgruppe/-objekt: ein Programm zur Leseförderung
als Akkusativobjekt: Leseförderung betreiben
Beispiele:
Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass 4,4 Prozent der erwachsenen Deutschen bestenfalls einzelne Wörter lesen können. […] Eine Fülle an Programmen und Initiativen zur Leseförderung soll darauf reagieren […]. [Die Zeit, 07.09.2014, Nr. 35]
Die Forscher schlagen daher vor, mit der Sprach‑ und Leseförderung schon vor der Schulzeit anzufangen – auf der »Grundlage einer frühzeitig erfolgten Lernstandserhebung«. [Spiegel, 09.12.2008 (online)]
Wir brauchen mehr explizite Leseförderung, auch in den weiterführenden Schulen. Die Lehrer in den fünften und sechsten Klassen dürfen nicht davon ausgehen, dass alle Schüler richtig lesen können. [Die Zeit, 03.12.2007, Nr. 49]

Typische Verbindungen zu ›Leseförderung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Leseförderung‹.

Zitationshilfe
„Leseförderung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lesef%C3%B6rderung>, abgerufen am 04.06.2020.

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