Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Lethe, die

Grammatik Eigenname (Femininum) · Genitiv Singular: Lethe · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Le-the
eWDG

Bedeutung

Strom in der Unterwelt der griechischen Sage, aus dem die Toten trinken mußten, um die Erinnerung an ihr früheres Leben zu verlieren
dichterisch, bildlich
Beispiele:
Lethe trinken (= vergessen)
Keiner von uns kann bestehen, wenn er nicht alltäglich seiner Lebensnahrung ein wenig Lethe zusetzt [ CarossaJahr146]

Verwendungsbeispiele für ›Lethe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Blitzsauber wollen sie sein, und immer wieder springen sie hinein in die Lethe, den Fluss des Vergessens. [Die Zeit, 09.03.2009, Nr. 10]
Dort fließt die graubraune Saale so träge wie der Totenfluss Lethe. [Die Zeit, 12.03.2007, Nr. 11]
Im hochwinterlichen August treiben sie auf einem Fluss dahin, der auch der sagenhafte Todesfluss Lethe sein könnte. [Der Tagesspiegel, 25.07.2004]
Die griechischen Helden tauchten in den Strom Lethe, Jean Paul besprengte seine grauen Zellen mit Bayreuther Bier. [Süddeutsche Zeitung, 08.02.1997]
Die Kunst des Vergessens führt über die richtige Art und Weise der Erinnerung, lautet ein Schluss Harald Weinrichs in seinem Essay Lethe. [Die Zeit, 12.03.2001, Nr. 11]
Zitationshilfe
„Lethe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lethe>.

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