Lethe, die

Grammatik Eigenname (Femininum) · Genitiv Singular: Lethe
Aussprache 
Worttrennung Le-the
eWDG, 1969

Bedeutung

Strom in der Unterwelt der griechischen Sage, aus dem die Toten trinken mußten, um die Erinnerung an ihr früheres Leben zu verlieren
dichterisch, bildlich
Beispiele:
Lethe trinken (= vergessen)
Keiner von uns kann bestehen, wenn er nicht alltäglich seiner Lebensnahrung ein wenig Lethe zusetzt [CarossaJahr146]

Verwendungsbeispiele für ›Lethe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Blitzsauber wollen sie sein, und immer wieder springen sie hinein in die Lethe, den Fluss des Vergessens.
Die Zeit, 09.03.2009, Nr. 10
Dort fließt die graubraune Saale so träge wie der Totenfluss Lethe.
Die Zeit, 12.03.2007, Nr. 11
Im hochwinterlichen August treiben sie auf einem Fluss dahin, der auch der sagenhafte Todesfluss Lethe sein könnte.
Der Tagesspiegel, 25.07.2004
Die griechischen Helden tauchten in den Strom Lethe, Jean Paul besprengte seine grauen Zellen mit Bayreuther Bier.
Süddeutsche Zeitung, 08.02.1997
Sein Skateboard hat ihn dort hingebracht, auf die Brücke, unter der der Verkehr gleichförmig strömt wie der Fluß Lethe, die Grenze zwischen Leben und Tod.
Die Welt, 03.02.2005
Zitationshilfe
„Lethe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lethe>, abgerufen am 05.06.2020.

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