Levantiner

Worttrennung Le-van-ti-ner
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

jmd., der als Kind eines Europäers u. einer Orientalin in der Levante geboren u. aufgewachsen ist
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Levante · Levantiner · levantinisch · levantisch
Levante f. Gegend bzw. Länder um das östliche Mittelmeer (15. Jh.), zuvor Levant ‘Ostwind’ (Anfang 15. Jh.), Entlehnung von ital. levante ‘Osten, Ostwind, Morgenland’, dem substantivierten Part. Präs. von ital. levare ‘aufheben, wegnehmen, (sich) erheben’, reflexiv ‘aufgehen (von den Gestirnen), sich erheben (vom Wind)’, lat. levāre ‘(durch Heben) erleichtern, (er)heben, aufrichten, unterstützen’, zu lat. levis ‘leicht, schnell, sanft, unbedeutend, gering(fügig), leichtfertig, wankelmütig’. Levante bezeichnet eigentlich die ‘Richtung, wo sich die Sonne erhebt’, dann ‘die von Italien aus östlich gelegenen Mittelmeerländer’. Levantiner m. ‘Bewohner der Levante’, auch im engeren Sinne ‘wer von gemischt europäisch-orientalischer Herkunft ist’ (19. Jh.); vgl. ital. levantino Adj. ‘aus der Levante stammend’ (substantiviert ‘Levantiner’). levantinisch, levantisch Adj. (18. Jh.).

Verwendungsbeispiele für ›Levantiner‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man suchte Levantiner, vor allem griechische Kaufleute, nach Triest zu ziehen.
Die Zeit, 11.07.1946, Nr. 21
Der untersetzte Levantiner türkisch-argentinischer Herkunft hatte diese Millionen eigentlich schon im Oktober vorigen Jahres in der Tasche.
Die Zeit, 10.10.1969, Nr. 41
Zitationshilfe
„Levantiner“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Levantiner>, abgerufen am 04.06.2020.

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