Lexikoneintrag, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lexikoneintrag(e)s · Nominativ Plural: Lexikoneinträge
Worttrennung Le-xi-kon-ein-trag
Wortzerlegung LexikonEintrag
ZDL-Vollartikel, 2019

Bedeutungen

1.
Synonym zu Lexikonartikel
Beispiele:
Lexikoneinträge, die meist aus einer Datenabfolge bestehen und zu plakativen Kategorisierungen neigen, sind wenig geeignet, ein differenziertes Bild zu vermitteln. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.11.2003]
Das [Verfassen von Wikipedia-Artikeln] ist eine nicht sehr kreative und auch ziemlich emotionslose Angelegenheit, denn ein Lexikoneintrag soll ja kurz, knackig und in erster Linie neutral und sachlich sein, […]. [Claudias Wortwelten, 22.07.2016, aufgerufen am 14.09.2018]
Seit Mitte 2012 gibt es deswegen bei vielen Google‑Suchen am rechten Rand der Seite einen kleinen Kasten, in dem allerlei Informationen zusammengefasst werden wie in einem Lexikoneintrag. [Der Spiegel, 01.03.2014, Nr. 10]
Ab 1. März soll sich die lexikalische Abhandlung der Berliner Magazinmacher auch online finden. Nach dem Wikipedia‑Prinzip sind alle Leser aufgefordert, die Lexikoneinträge von A wie A Better Tomorrow bis Z wie Zukunft fortzuschreiben. [Die Zeit, 05.09.2009]
Lilienthal, der erste fliegende Mensch, war kein Vergessener, den es wiederzuentdecken galt. Aber erst Schwipps machte den Menschen sichtbar, der hinter dem kargen Lexikoneintrag »dt. Ingenieur und Flugpionier« steht. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.04.2001]
Natürlich ist die Freude groß, wenn Jürgen Schläder in den Kapiteln über Salome und Elektra umfassend tiefschürfende und zudem anspruchsvoll originelle Werkanalysen liefert: das geht weit über übliche Lexikoneinträge hinaus, das sind Essays auf knappstem Raum. [Süddeutsche Zeitung, 01.08.1998]
Zahlreiche Bildeinträge, einige Videos mit Zeitdokumenten und viele Animationen beispielsweise zum Treibhauseffekt oder zur Funktionsweise des menschlichen Ohrs illustrieren multimedial die Lexikoneinträge. [C’t, 15.01.1995]
2.
Grammatik, Informations- und Telekommunikationstechnik in Bezug auf phonetische, graphische, grammatische und semantische Eigenschaften markierte Einheit in einem mentalen oder elektronischen Wörterbuch
Beispiele:
Vergleich eines Menschen mit den Defiziten einer Übersetzungsmaschine, die jedem Morphem eines Satzes den Lexikoneintrag – mit einer Sammlung der möglichen Bedeutungen – mechanisch zuordnet (= Grammatik). [martindeeg, 15.11.2014, aufgerufen am 15.09.2018]
Zur Charakteristik der einzelnen Elemente werden im Lexikoneintrag ebenfalls die morphosyntaktischen Merkmale, der Kern der Nominalphrase, die thematische Rolle (Agens, Patiens, Richtung) und ihre Position gespeichert. [Das Lexikon in der Generativen Grammatik, 08.06.2007, aufgerufen am 11.03.2019]
Zitationshilfe
„Lexikoneintrag“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lexikoneintrag>, abgerufen am 04.06.2020.

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