Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Libido, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Li-bi-do (computergeneriert)
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
bildungssprachlich, Psychologie auf sexuelle Befriedigung gerichteter Trieb; Bedürfnis, Trieb, sexuelle Lust zu empfinden; Geschlechtstrieb
2.
Psychologie allen psychischen Äußerungen zugrunde liegende psychische Energie
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Libido f. ‘sexuelles Begehren, Geschlechtstrieb’, Fachausdruck der analytischen Psychologie, gelehrte Übernahme (Freud, Anfang 20. Jh.) von lat. libīdō ‘Begierde, Verlangen, Lust’, zu lat. libet ‘es beliebt, gefällt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Fortpflanzungstrieb · Geschlechtstrieb · Libido · Lust auf Sex · Sexualtrieb · sexuelles Verlangen  ●  Geilheit  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Libido‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Libido‹.

Verwendungsbeispiele für ›Libido‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In unserer technischen Sprache bezeichnen wir die allgemeine Spannung energetisch als Libido, bewußtseinspsychologisch als Wert. [Jung, Carl Gustav: Psychologische Typen. In: ders., Gesammelte Werke, Bd. VI, Zürich u. a.: Rascher 1967 [1921], S. 299]
Zu üppiges Trinken allerdings bringt bekanntlich die Libido völlig zum Erliegen. [Die Zeit, 10.09.1998, Nr. 38]
Du hast eine Libido, und du sollst wissen, sie zu verausgaben. [konkret, 1985]
Die Krönung aller anderen Phasen der automobilen Libido ist die phallische Phase. [Die Zeit, 12.06.2000, Nr. 24]
Einige waren enttäuscht, denn an ihrer Libido hatte sich nichts geändert. [Die Zeit, 23.01.1995, Nr. 04]
Zitationshilfe
„Libido“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Libido>.

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