Lidlohn, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Nebenform Liedlohn · Substantiv (Maskulinum)
Worttrennung Lid-lohn · Lied-lohn
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Rechtssprache
a)
Lohn, der bei einem Konkurs bevorzugt ausgezahlt werden muss
b)
in der Schweiz   Geld, auf das mündige Kinder, die im Haushalt der Eltern mitgeholfen haben, bei deren Tod oder bei Zwangsversteigerung Anspruch haben
c)
Lohn (für geleistete Arbeit)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lied-, Lidlohn m. ‘Arbeitslohn’, auch ‘bevorzugter Lohnanspruch im Konkursfall oder bei Pfändung’, mhd. litlōn m. n. ‘Tagelöhnerlohn’ (um 1300). Die Herkunft von mhd. lit ist ungeklärt. Vielleicht entspricht es ahd. -lit ‘Weggang’ (in ahd. ablit m. oder n. ‘Ab-, Weggang, Tod’, 8. Jh.), zu ahd. līdan ‘(weg)gehen’ (s. ↗leiden) im Sinne von ‘Entlohnung bei Weggang’. Oder handelt es sich um eine Entlehnung aus mlat. litus, lidus ‘Diener’ und ist zu verstehen als ‘Gesindelohn’? Lied-, Lidlohn ist ein bis ins 19. Jh. verbreiteter Terminus, danach jedoch unüblich.
Zitationshilfe
„Lidlohn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lidlohn>, abgerufen am 04.06.2020.

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