Liegestütz, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Aussprache 
Worttrennung Lie-ge-stütz
Wortzerlegung liegenStütz
Wortbildung  mit ›Liegestütz‹ als Letztglied: ↗Knieliegestütz
eWDG, 1969

Bedeutung

Turnen Turnübung, bei der man, auf dem Bauch liegend, sich mit abwechselnd gestreckten und gebeugten Armen mit den Händen und Fußspitzen aufstützt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stützen · Stütz · Liegestütz · Stütze · Stützpunkt
stützen Vb. ‘Halt geben, am Fallen, Zusammenbrechen hindern’, reflexiv ‘auf etw. ruhen, zur Grundlage haben’. Ahd. untarstuzzen (Hs. 12. Jh.), mhd. understützen, mnd. stütten, mnl. nl. stutten, eigentlich ‘von unten etw. mit einer Stütze halten, dagegenhalten’, steht als Intensivbildung (mit Konsonantendoppelung germ. *stuttijan) zu gleichbed. ahd. gistuden (8. Jh.), anord. styðja, schwed. stödja, das von einem in spätmhd. stud ‘Stütze, Pfosten, Säule’, aengl. studu, stuþu, engl. stud ‘Knopf, Knauf’, (älter) ‘Pfosten’, anord. stoð ‘Stütze, Säule, Pfeiler’, schwed. stöd ‘Stütze, Halt, Unterstützung’ überlieferten Substantiv abgeleitet ist. Dieses wird als Bildung mit -Formans (wie ↗Staude, s. d.) zur schwundstufigen Form der unter ↗stauen (s. d.) angeführten Erweiterung ie. *st(h)āu-, *st(h)ū- der Wurzel ie. *stā-, *stə- ‘stehen, stellen’ (s. ↗stehen) gestellt. Als Simplex ist das Verb im Hd. erst seit Anfang des 17. Jhs. belegt. Stütz m. in der Turnersprache ‘Stellung, bei der das Gewicht des Körpers auf den (gestreckten) Armen ruht’ (19. Jh.), besonders Liegestütz m. ‘sich auf Hände und Füße stützende Turnfigur’ (19. Jh.). Stütze f. ‘stützender Pfahl, Pfosten’, mhd. stütze, mnd. stütte, abgeleitet vom Verb; seit dem 16. Jh. auch ‘Halt und Hilfe bietender Mensch’. Stützpunkt m. ‘fester, Halt bietender Punkt oder Ort’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Liegestütz‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Liegestütz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Liegestütz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hasste es, herumkommandiert zu werden, er hasste die Liegestütze.
Die Zeit, 18.08.2008, Nr. 33
Für den Performer gehören auch Liegestützen dazu - über dem offenem Messer.
Der Tagesspiegel, 19.04.2000
Außerdem mußte ich rund fünfzig Liegestütze machen, mit der besonderen Zugabe, jedesmal in die Hände zu klatschen.
Beckenbauer, Franz: Einer wie ich, München: Wilhelm Heyne Verlag 1977, S. 36
Er schloß das Fenster, ging auf die Knie und machte Liegestütze.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 677
Er drückte die Kippe aus, warf sich auf den Boden und stemmte hundert Liegestütze, schnell und druckvoll.
Becker, Lars: Amigo, Berlin: Rotbuch 1991, S. 71
Zitationshilfe
„Liegestütz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Liegest%C3%BCtz>, abgerufen am 06.06.2020.

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