Lilie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lilie · Nominativ Plural: Lilien
Aussprache
WorttrennungLi-lie
HerkunftÄgyptisch → Latein
Wortbildung mit ›Lilie‹ als Erstglied: ↗Lilienbanner · ↗Lilienfries · ↗Liliengewächs · ↗Lilienkreuz · ↗Lilienmilchseife · ↗lilienweiß
 ·  mit ›Lilie‹ als Letztglied: ↗Jakobslilie · ↗Königslilie · ↗Osterlilie · ↗Tigerlilie · ↗Wasserlilie
eWDG, 1969

Bedeutung

artenreiche, bis zu 1,50 Meter hohe Pflanze mit großen, wohlriechenden, weißen oder auch farbigen Blüten, die als Zierpflanze beliebt ist, als Sinnbild der Unschuld und Reinheit gilt und stilisiert gern als Wappenblume verwendet wurde
Beispiele:
die Bourbonen führten in ihrem Wappen die Lilie
Drei Lilien, drei Lilien, die pflanzt ich auf ein Grab [Volkslied]
Wie eine Lilie, weiß, schlank, kerzengrade, war sie hinaufgewachsen über ihre Mitschwestern [I. KurzVanadis213]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lilie f. artenreiche Pflanze mit großen weißen oder auch farbigen trichterförmigen Blüten, ahd. lilia f. (um 800), lilio m. (um 1000), mhd. lilje f. m. gehen mit Verkürzung der Tonsilbe auf den Plural lat. līlia zurück. Lat. līlium n. (Sing.) und griech. lé͞irion (λείριον) ‘Lilie’ stammen wohl unabhängig voneinander aus einer Sprache der östlichen Mittelmeerländer, vielleicht aus dem Ägypt.

Typische Verbindungen zu ›Lilie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bouquet Bourbone Chrysantheme Dahlie Farn Gerbera Gesteck Gladiole Hortensie Hyazinthe Höchstnote Kaiserkrone Levkoje Löwenmaul Mohn Narzisse Nelke Orchidee Pfingstrose Rose Schleierkraut Silberflitter Sonnenblume Strauß Tulpe Veilchen Wappen rosafarben stilisiert weiß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lilie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lilie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Kunst ist natürlich so unschuldig wie eine weiße Lilie.
Die Zeit, 24.07.1970, Nr. 30
Auf dem Tisch steht eine Vase mit Lilien und Rosen.
Die Welt, 18.12.2004
Die Lilie galt einst als die Blume der Unschuld und wurde deshalb früher zu Brautsträußen verwandt.
Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991 [1986], S. 181
Die Kunst ist natürlich so unschuldig wie eine weiße Lilie.
Die Zeit, 24.07.1970, Nr. 30
Der Geruch der unzähligen Lilien verlor sich dabei nur langsam.
Hettche, Thomas: Der Fall Arbogast, Köln: DuMont Buchverlag, 2001, S. 16
Zitationshilfe
„Lilie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lilie>, abgerufen am 27.01.2020.

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