Lineal, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Lineals · Nominativ Plural: Lineale
Aussprache 
Worttrennung Li-ne-al
Herkunft Latein
Wortbildung  mit ›Lineal‹ als Letztglied: ↗Stahllineal  ·  mit ›Lineal‹ als Grundform: ↗lineal
eWDG, 1969

Bedeutung

meist kurze Leiste aus Holz, Metall oder Plaste, die an einer Seite eine Einteilung in Zentimeter hat und als Hilfsmittel dient, um gerade Striche zu ziehen
Beispiele:
das Ergebnis war sauber mit dem Lineal unterstrichen
der Strich sah aus wie mit dem Lineal gezogen
scherzhafter läuft umher, als hätte er ein Lineal verschluckt (= er hat einen unnatürlich steifen Gang)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lineal n. ‘schmale Leiste zum Linienziehen’. Aus der substantivierten neutralen Form des Adjektivs lat. līneālis ‘aus Linien bestehend, aus Linien gemacht’ wird im 15. Jh. Lineal entlehnt; früher bezeugtes mhd. liniere stammt dagegen aus dem Neutrum von lat. līneārius ‘zur Linie gehörig’. Zum Grundwort der Adjektive s. ↗Linie.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abrichtlineal · Zeichenmaßstab  ●  Lineal  Hauptform · ↗Maßstab  ugs.
Assoziationen
  • Bandmaß · ↗Maßband · ↗Messband · Rollbandmaß  ●  Rollmeter  schweiz., österr.
  • Doppelmeter  ugs., schweiz., regional · Gliedergelenkstabmaß  fachspr., Amtsdeutsch · Gliedermaßstab  fachspr. · ↗Klappmeter  ugs., regional · ↗Maßstab  ugs., regional, österr. · ↗Meter (Mosel-Main-Region)  ugs., schweiz. · ↗Meterstab  ugs., süddt., Hauptform · ↗Schmiege  ugs., obersächsisch · Zollstab  ugs., ostösterreichisch · ↗Zollstock  ugs., norddeutsch, Hauptform

Typische Verbindungen zu ›Lineal‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lineal‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lineal‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit dem Lineal kann man das wohl kaum alles nachmessen?
Die Welt, 25.07.2003
Die Architekten haben die Lineale zum Zeichnen neuer Pläne jedenfalls schon wieder griffbereit.
Der Tagesspiegel, 06.10.2000
Balla hätte ihr das Lineal aus der Hand schlagen können.
Neutsch, Erik: Spur der Steine, Halle: Mitteldeutscher Verl. 1964 [1964], S. 411
Sie rutschen darüber hin wie riesige, am Ende dünner werdende Lineale.
Remarque, Erich Maria: Im Westen nichts Neues, Berlin: Propyläen 1929, S. 55
Dann maßen sie mit Lineal und Zirkel die vergrößerten Bilder.
Bücherl, Wolfgang: Das Haus der Gifte, Stuttgart: Franckh'sche Verlagshandlung 1963, S. 139
Zitationshilfe
„Lineal“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lineal>, abgerufen am 01.06.2020.

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