Lispel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum)
Worttrennung Lis-pel
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lispeln · Lispel
lispeln Vb. ‘beim Sprechen mit der Zunge anstoßen’, frühnhd. lispeln, seit dem 16. Jh. auch ‘flüstern’ (vgl. dichterisch lispelnder Wind, lispelnde Bäume), ist eine Weiterbildung zu lautmalendem ahd. lispēn (9. Jh.), mhd. lispen ‘stammeln, mit der Zunge anstoßen, flüstern’. Vergleichbar sind (im Sinne von ‘lispeln, flüstern’) mnd. wlispen, wlispelen, mnl. lispen, lespen, nl. lispen, lispelen, engl. to lisp, (mit anderem Stammsilbenvokal) dän. læspe, schwed. läspa und ähnliche lautmalende Bildungen wie ahd. (h)wispalōn (um 800), nhd. wispeln, aengl. hwisprian, engl. to whisper, nhd. (landschaftlich) pispeln, blispern; vgl. auch ahd. lisp (10. Jh.), aengl. wlisp, wlips ‘stammelnd, lispelnd’. Lispel m. ‘leiser, lieblicher Ton, Lispellaut’ (dichterisch, 18. Jh.).
Zitationshilfe
„Lispel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lispel>, abgerufen am 04.06.2020.

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