Literaturgeschichte, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Li-te-ra-tur-ge-schich-te
Wortzerlegung LiteraturGeschichte
Wortbildung  mit ›Literaturgeschichte‹ als Erstglied: ↗literaturgeschichtlich
eWDG

Bedeutung

Beispiele:
die Literaturgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart darstellen
eine ausgezeichnete Literaturgeschichte (= Werk über die Geschichte der schönen Literatur) ist kürzlich erschienen
Literaturgeschichte (= Wissenschaft von der Geschichte der schönen Literatur) studieren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Literatur · literarisch · Literat · Literaturgeschichte · Literaturwissenschaft
Literatur f. ‘Gesamtheit des Schrifttums, alle über ein Wissensgebiet veröffentlichten Werke, das gesamte Gebiet der Dichtung, Belletristik’, Entlehnung (16. Jh.) aus lat. litterātūra ‘Buchstabenschrift, Sprachlehre’, spätlat. auch ‘Schrifttum’, einer Bildung zu lat. littera (älter lītera) ‘Buchstabe, Handschrift’, Plur. ‘Schriftstück, Brief, sprachlich-literarische Bildung, Gelehrsamkeit, Wissenschaft(en)’. Entsprechend bezeichnet Literatur bis ins 18. Jh. die ‘Gesamtheit des Schrifttums’ sowie die ‘Sprach(en)kunde, Gelehrsamkeit, Wissenschaft’ überhaupt, wird aber dann zunehmend auf die schöne Literatur (s. ↗Belletristik), auf die Werke der Dichtung bezogen. Bis ins 19. Jh. gilt die Schreibung Litteratur. literarisch Adj. ‘der Literatur entsprechend, eigen’, nach einem vereinzelten Frühbeleg (16. Jh.) geläufig seit dem 18. Jh.; vgl. lat. litterārius ‘zum Lesen und Schreiben gehörig, schriftlich’. Literat m. ‘Schriftsteller’ (19. Jh.), älter ‘Gelehrter, Wissenschaftler’ (16. Jh.), heute auch geringschätzig ‘unschöpferischer Vielschreiber’; lat. litterātus ‘schriftkundig, gelehrt, wissenschaftlich gebildet’. Literaturgeschichte f. (18. Jh.), gleichzeitiges Literarhistorie, Literargeschichte (nlat. historia litteraria) und Literärgeschichte (frz. histoire littéraire) allmählich verdrängend. Literaturwissenschaft f. (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Literaturgeschichte‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Literaturgeschichte‹.

Verwendungsbeispiele für ›Literaturgeschichte‹

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So geht man selbst als Journalist in die Literaturgeschichte ein.
Süddeutsche Zeitung, 29.04.2002
In der Absicht dieses Buches kann es nicht liegen, eine Art Literaturgeschichte des Reisens zu schreiben.
Bauer, Hans: Wenn einer eine Reise tat, Leipzig: Koehler & Amelang 1973, S. 140
Er müsse die alten Literaturgeschichten zuschlagen, um den „neuen“ Paul Zech zu würdigen, wurde dem Hörer geraten.
Die Zeit, 12.06.1958, Nr. 24
In der Literaturgeschichte hat man mit dieser Romantik seit Jahren aufgeräumt.
Voßler, Karl: Positivismus und Idealismus in der Sprachwissenschaft, Heidelberg: Winter 1904, S. 52
Er wird fraglos in die Literaturgeschichte eingehen, als Held von Dramen und Romanen.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1944. In: Nowojski, Walter (Hg.), Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1944], S. 13
Zitationshilfe
„Literaturgeschichte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Literaturgeschichte>, abgerufen am 23.01.2021.

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