Literaturwissenschaft, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
Aussprache
WorttrennungLi-te-ra-tur-wis-sen-schaft
WortzerlegungLiteraturWissenschaft
Wortbildung mit ›Literaturwissenschaft‹ als Erstglied: ↗literaturwissenschaftlich
eWDG, 1969

Bedeutung

Wissenschaft, deren Gegenstand Entwicklung, Wirkungsweise und Formen der schönen Literatur ist
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Literatur · literarisch · Literat · Literaturgeschichte · Literaturwissenschaft
Literatur f. ‘Gesamtheit des Schrifttums, alle über ein Wissensgebiet veröffentlichten Werke, das gesamte Gebiet der Dichtung, Belletristik’, Entlehnung (16. Jh.) aus lat. litterātūra ‘Buchstabenschrift, Sprachlehre’, spätlat. auch ‘Schrifttum’, einer Bildung zu lat. littera (älter lītera) ‘Buchstabe, Handschrift’, Plur. ‘Schriftstück, Brief, sprachlich-literarische Bildung, Gelehrsamkeit, Wissenschaft(en)’. Entsprechend bezeichnet Literatur bis ins 18. Jh. die ‘Gesamtheit des Schrifttums’ sowie die ‘Sprach(en)kunde, Gelehrsamkeit, Wissenschaft’ überhaupt, wird aber dann zunehmend auf die schöne Literatur (s. ↗Belletristik), auf die Werke der Dichtung bezogen. Bis ins 19. Jh. gilt die Schreibung Litteratur. literarisch Adj. ‘der Literatur entsprechend, eigen’, nach einem vereinzelten Frühbeleg (16. Jh.) geläufig seit dem 18. Jh.; vgl. lat. litterārius ‘zum Lesen und Schreiben gehörig, schriftlich’. Literat m. ‘Schriftsteller’ (19. Jh.), älter ‘Gelehrter, Wissenschaftler’ (16. Jh.), heute auch geringschätzig ‘unschöpferischer Vielschreiber’; lat. litterātus ‘schriftkundig, gelehrt, wissenschaftlich gebildet’. Literaturgeschichte f. (18. Jh.), gleichzeitiges Literarhistorie, Literargeschichte (nlat. historia litteraria) und Literärgeschichte (frz. histoire littéraire) allmählich verdrängend. Literaturwissenschaft f. (19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anglistik Geistesgeschichte Germanistik Honorarprofessor Kulturwissenschaft Kunstgeschichte Lehrstuhl Linguistik Literaturkritik Mediävistik Ordinarius Philologie Philosophie Professorin Psychoanalyse Reallexikon Romanistik Sorbonne Soziologie Sprachwissenschaft Vierteljahresschrift Vierteljahrsschrift feministisch germanistisch lehren materialistisch romanistisch studieren studiert vergleichend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Literaturwissenschaft‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie steht man eigentlich zur Literaturwissenschaft über das eigene Werk?
Süddeutsche Zeitung, 12.05.2001
Denn die Literaturwissenschaft begann als historische Disziplin, und auf diesem Gebiet war zunächst viel zu tun.
Die Zeit, 13.04.1962, Nr. 15
Ähnliche Hilfe wird sie, sorgsamer als bisher, von der Literaturwissenschaft suchen müssen.
Freytag, W.: Kirchenlied. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 22909
Der Literaturwissenschaft fehlt eben bisher - zeitlich wie räumlich - die europäische Perspektive.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 286
Gleichzeitig sollten seine Zeitungsstudien wissenschaftliche Hilfen der Geschichte und der Literaturwissenschaft sein.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1939, S. 202
Zitationshilfe
„Literaturwissenschaft“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Literaturwissenschaft>, abgerufen am 19.08.2019.

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