Lithografie, die

Alternative Schreibung Lithographie
Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lithografie · Nominativ Plural: Lithografien
Worttrennung Li-tho-gra-fie ● Li-tho-gra-phie
Herkunft Griechisch
Wortzerlegung litho--grafie
Rechtschreibregeln § 32 (2)
Wortbildung  mit ›Lithografie‹ als Erstglied: ↗lithografieren · ↗lithografisch · ↗lithographieren · ↗lithographisch
 ·  mit ›Lithografie‹ als Letztglied: ↗Farblithografie · ↗Farblithographie
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
grafisches Blatt mit einem Abdruck von einer chemisch vorbereiteten Steinplatte, auf die eine Zeichnung übertragen ist, Steindruck
Beispiel:
eine farbige, kolorierte Lithografie
2.
grafische Technik zur Herstellung von Lithografien (1), Steindruck
Grammatik: nur im Singular
Beispiel:
die Lithografie ist das älteste Flachdruckverfahren
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lithographie · lithographisch · Lithograph
Lithographie f. auf eine präparierte Steinplatte aufgebrachte Zeichnung, ‘Steindruck’ (als Verfahren und Erzeugnis), um 1800 aufkommende Bezeichnung für eine 1796 von Senefelder erfundene graphische Technik, die sich von München ausgehend rasch einbürgert. Künstliche Bildung zu griech. líthos (λίθος) ‘Stein’ in Verbindung mit ↗-graphie (s. d.), eigentlich ‘Steinschrift, -zeichnung’. Vgl. auch älteres, davon unabhängiges, doch in der gleichen Weise gebildetes nlat. Lithographia ‘Beschreibung von Versteinerungen’ (Anfang 18. Jh.). lithographisch Adj. ‘auf Stein gezeichnet, auf dem Wege der Lithographie hergestellt’; Lithograph m. ‘wer lithographische Zeichnungen anfertigt, Steindrucker’ (19. Jh.), Bildung nach Lithographie, unabhängig von vereinzelt bezeugtem griech. lithográphos (λιθογράφος) ‘wer Inschriften in Stein meißelt’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Lithografie · Lithographie · ↗Steindruck

Typische Verbindungen zu ›Lithografie‹, ›Lithographie‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lithographie‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lithografie‹, ›Lithographie‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine Sensation war die mit zwölf Metern Länge größte Lithografie der Welt.
Die Welt, 20.08.2002
Diese Lithographien sind von einem Maler gemacht, der nicht ordentlich hat zeichnen können.
Tucholsky, Kurt: Alter Kümmel. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925], S. 3720
In den schwarz-weißen Lithographien wird die Linie häufig aufgelöst, die Form »zerfällt«.
o. A.: Lexikon der Kunst - T. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 45610
Die Erzeugnisse der gemeinsam betriebenen Druckerei haben als Inkunabeln der Lithographie erheblichen Wert.
Schaal, Richard: Gleissner. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1956], S. 21727
Neben dem neu erstandenen Holzschnitt stand die neue Erfindung der Lithographie.
Goldfriedrich, Johann: Geschichte des Deutschen Buchhandels vom Beginn der Fremdherrschaft bis zur Reform des Börsenvereins im neuen Deutschen Reiche. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Geschichte des deutschen Buchwesens, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1913], S. 4298
Zitationshilfe
„Lithografie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lithografie>, abgerufen am 28.10.2020.

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