Livree, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Livree · Nominativ Plural: Livreen
Nebenform umgangssprachlich Livree · Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Livree · Nominativ Plural: Livrees
Aussprache
WorttrennungLi-vree · Liv-ree
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Livree‹ als Grundform: ↗livriert
eWDG, 1969

Bedeutung

(mit Tressen, Schnüren besetzte) uniformartige Kleidung für Diener
Beispiele:
ein Diener, Hotelboy in Livree
Gesinde in württembergischer Livree bediente [B. FrankTrenck225]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Livree f. ‘uniformartige Kleidung für Bedienstete’ ist Entlehnung von mfrz. frz. livrée ‘Kleidung in den Farben oder mit den heraldischen Zeichen eines Herrn’, afrz. livree ‘vom Herrn den Dienern gegebene Kleidung’ (eigentlich ‘das Gelieferte, zur Verfügung Gestellte’), dem substantivierten Part. Perf. von afrz. livrer ‘mit etw. versehen, liefern’ (s. ↗liefern). Im Dt. erscheint der Ausdruck seit dem 15. Jh., zunächst in den Formen Liberei (bis ins 18. Jh.), Liverei, Livrei (noch im 19. Jh. in gehobener Sprache) mit der im Mfrz. geläufigen Bedeutung, daneben auch eingeschränkt auf ‘Abzeichen, Wappen an der Kleidung, kennzeichnende Farbe der Kleidung’. Um 1600 wird frz. livrée erneut, nun jedoch unverändert, ins Dt. aufgenommen und drängt die älteren Varianten allmählich zurück.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dienstanzug · ↗Dienstbekleidung · ↗Dienstkleidung · ↗Einheitskleidung · ↗Kluft · Livree · ↗Montur · ↗Uniform
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Diener Kellner Knopf Kutscher Lakai blau grau grün rot schwarz weiß

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Livree‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Fahre vormittags zum Schneider wegen der noch immer nicht fertigen Livree.
Die Zeit, 01.03.1976, Nr. 09
Wenn er bei Tisch serviert, hat er eine dunkle Servierjacke an oder er trägt eine einfache dunkle Livree.
Goetz von Schüching, Ruth: Durch gute Lebensart zum Erfolg, Leipzig: Hesse & Becker 1932 [1925], S. 1
Die Livree, die man als solcher trage, habe in der Welt keine Geltung.
Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 251
Davor stand ein Mann in einer braunen Livree mit goldenen Knöpfen.
Heym, Georg: Der Dieb. In: Deutsche Literatur, Berlin: Directmedia Publ. 1998 [1911], S. 10711
Fünf Diener in Livree bedienen die acht Gäste, schenken kräftig Champagner nach.
Bild, 21.07.2000
Zitationshilfe
„Livree“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Livree>, abgerufen am 19.09.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Livre
Livingwage
Living-Wage
livide
livid
Livreebediente
Livreeborte
livriert
Liwan
Liwanze