Lode

WorttrennungLo-de (computergeneriert)
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
(einmal umgepflanzter) Schössling
2.
berlinisch (zu lange) Haare
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

lodern · Lode · Sommerlatte
lodern Vb. ‘mit heller, großer Flamme brennen, emporflammen’, frühnhd. (md.) ludern ‘emporflammen’ (15. Jh.), lodern (16. Jh.), eigentlich wohl ‘emporwachsen’ (vgl. westfäl. lodern ‘üppig wachsen, wuchern’, in der Bedeutung ‘emporflammen’ durch Lohe ‘Flamme’ beeinflußt?). Verwandt mit nhd. (nd.) Lode f. mnd. lōde, (hd.) Lote ‘Schößling, Jungtrieb, Zweig’, älter in ahd. sumarlota, -lata (um 800), mhd. sumerlate, -latte, asächs. sumarloda, mnd. somer-, sommerlade, nhd. Sommerlatte f. ‘Sommertrieb’. Zu ahd. liotan ‘hervorsprießen, wachsen’ (9. Jh.; vgl. irliotan, 8. Jh.), so daß Anschluß an die unter ↗Leute (s. d.) angeführte Wurzel ie. *leudh- ‘emporwachsen, hochkommen’ möglich ist.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Anleger seien Opfer einer zynischen Politik geworden, sagt Lode.
Der Tagesspiegel, 25.02.2004
Da gewann der fünfjährige Hengst El Grande Lode das zweite Rennen.
Die Welt, 27.06.2000
Der kommerzielle Bergbau gibt sich mit solchen "sekundären" Lagerstätten nicht zufrieden, sondern geht direkt zu "Mother Lode", der Goldquelle im festen Gestein.
o. A.: Gold-Fieber. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Fünf Minuten vor uns fährt Tante Lode im richtigen IC, wir sind im falschen Interregio.
Die Zeit, 10.02.2003, Nr. 06
Tetrazykline, Makrolide und bestimmte Fluorchinolone seien die wirksamsten Therapeutika, sagte Lode.
Süddeutsche Zeitung, 28.04.1994
Zitationshilfe
„Lode“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lode>, abgerufen am 23.10.2019.

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