Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Logik, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Logik · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Lo-gik
formal verwandt mitlogisch
Wortbildung  mit ›Logik‹ als Erstglied: Logiker  ·  mit ›Logik‹ als Letztglied: Afterlogik · Aussagenlogik · Begriffslogik · Eigenlogik · Entwicklungslogik · Funktionslogik · Handlungslogik · Modallogik · Unlogik · Weiberlogik · Wesenslogik
Herkunft zu gleichbedeutend logikḗ (téchnē)griech (λογικὴ τέχνη) < logikósgriech (λογικός) ‘das Wort, die Vernunft, das Denken betreffend’
eWDG

Bedeutungen

1.
Lehre, Wissenschaft von der allgemeinsten Struktur des Denkens
Beispiele:
sie hörten eine Vorlesung über Logik
die formale, mathematische Logik
2.
Folgerichtigkeit des Denkens
Beispiele:
eine strenge, konsequente, eiserne Logik
er spricht mit einer klaren, zwingenden, bestechenden Logik
die Zusammenhänge mit scharfer Logik darlegen
das widerstrebt, widerspricht aller Logik
das schlägt aller Logik ins Gesicht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Logik · logisch · unlogisch
Logik f. Lehre von den Formen und Gesetzen folgerichtigen Denkens, ‘Denklehre’, entlehnt (16. Jh.) aus gleichbed. lat. logica, griech. lokikḗ (téchnē) (λογικὴ τέχνη), dem substantivierten Fem. des von griech. lógos (λόγος) ‘das Sprechen, Wort, Rede, Gegenstand der Rede, Rechnung, Berechnung, Denkvermögen, Vernunft, Ansicht, Meinung’ abgeleiteten Adjektivs griech. logikós (λογικός) ‘das Wort, die Vernunft, das Denken betreffend’. Voraus gehen mhd. lōicā, lōic, lōike ‘Logik, Klugheit, Schlauheit’ und lat. logica in dt. Texten des 15. Jhs. logisch Adj. ‘folgerichtig, denkrichtig, schlüssig’ (um 1600), lat. logicus, griech. logikós (s. oben). unlogisch Adj. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Folgerichtigkeit · Logik · Stimmigkeit · logische Korrektheit
Geisteswissenschaften, Psychologie
Synonymgruppe
Analytik · Dialektik · Logik
Assoziationen
Synonymgruppe

Typische Verbindungen zu ›Logik‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Logik‹.

Verwendungsbeispiele für ›Logik‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Logik, die diesem Schluß zugrunde liegt, ist nicht überzeugend. [Schücking, Beate: Wir machen unsere Kinder krank, München: List 1971, S. 166]
Also stellt man Ihn außerhalb aller menschlichen Logik und behauptet Ihn. [Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 1032]
Die Logik der Interaktion verhindert den Terror nicht, sie vollzieht ihn mit. [Luhmann, Niklas: Soziale Systeme, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1984, S. 950]
Gelegentlich tritt sie unter dem Namen einer »informellen Logik« auf. [Habermas, Jürgen: Theorie des kommunikativen Handelns - Bd. 1. Handlungsrationalität und gesellschaftliche Rationalisierung, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1981, S. 38]
Unsere Logik sticht immer noch, weil sich die Zahlen binnen weniger Tage nicht verändert haben. [Der Spiegel, 29.05.2000]
Zitationshilfe
„Logik“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Logik>.

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