Lohn, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lohn(e)s · Nominativ Plural: Löhne
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Lohn‹ als Erstglied: Lohn-Preis-Spirale · Lohnabbau · Lohnabrechnung · Lohnabstand · Lohnabzug · Lohnarbeit · Lohnarbeiter · Lohnausfall · Lohnausgleich · Lohnauszahlung · Lohnbediente · Lohnbescheinigung · Lohnbewegung · Lohnbezug · Lohnbuch · Lohnbuchhalter · Lohnbuchhaltung · Lohnbüro · Lohndiener · Lohndiktat · Lohndisziplin · Lohndrift · Lohndruck · Lohndrücker · Lohndumping · Lohneinkommen · Lohnempfänger · Lohnentwicklung · Lohnerhöhung · Lohnersatzleistung · Lohnfolgekosten · Lohnfonds · Lohnforderung · Lohnfortzahlung · Lohnfrage · Lohnfront · Lohngleichheit · Lohngruppe · Lohnhierarchie · Lohnkampf · Lohnkonto · Lohnkosten · Lohnkutsche · Lohnkutscher · Lohnkürzung · Lohnleitlinie · Lohnliste · Lohnnebenkosten · Lohnniveau · Lohnpause · Lohnpfändung · Lohnpolitik · Lohnquote · Lohnschreiber · Lohnsenkung · Lohnskala · Lohnsteigerung · Lohnsteuer · Lohnstopp · Lohnstreifen · Lohnstreik · Lohnstruktur · Lohnstückkosten · Lohnsumme · Lohnsystem · Lohntabelle · Lohntag · Lohntarif · Lohntarifvertrag · Lohntüte · Lohnuntergrenze · Lohnunterschied · Lohnvereinbarung · Lohnverhandlung · Lohnverhältnis · Lohnverteilung · Lohnverzicht · Lohnzusatzkosten · Lohnzuschlag · Lohnzuschuss · lohnabhängig · lohnintensiv
 ·  mit ›Lohn‹ als Letztglied: Akkordlohn · Anteillohn · Arbeitslohn · Barlohn · Bergelohn · Billiglohn · Botenlohn · Bruttolohn · Dumpinglohn · Durchschnittslohn · Ecklohn · Effektivlohn · Ehemaklerlohn · Ehemäklerlohn · Fertigungslohn · Festlohn · Finderlohn · Frauenlohn · Fuhrlohn · Fährlohn · Garantielohn · Gedingelohn · Geldlohn · Gotteslohn · Grundlohn · Hochlohn · Hundelohn · Hungerlohn · Hurenlohn · Höchstlohn · Hütelohn · Indexlohn · Investivlohn · Jahreslohn · Judaslohn · Kombilohn · Kuppellohn · Leichtlohn · Leistungslohn · Lidlohn · Liebeslohn · Liedlohn · Macherlohn · Maximallohn · Mindestlohn · Monatslohn · Naturallohn · Nettolohn · Niedriglohn · Nominallohn · Prämienlohn · Reallohn · Schichtlohn · Soziallohn · Stundenlohn · Stücklohn · Sündenlohn · Tagelohn · Tariflohn · Tieflohn · Unternehmerlohn · Wochenlohn · Zeitlohn
 ·  mit ›Lohn‹ als Grundform: löhnen
eWDG

Bedeutungen

1.
(tägliche, wöchentliche, monatliche) Bezahlung; Entgelt für geleistete Arbeit
Beispiele:
ein kärglicher, spärlicher, bescheidener, geringer, niedriger, hoher, reichlicher Lohn
der tarifmäßige Lohn
ihr wurde der wöchentliche Lohn ausgezahlt
für seine Mühe erhielt er klingenden Lohn
gleicher Lohn für gleiche Arbeit
der Kampf für, um höhere Löhne, gegen die Kürzung der Löhne
den Lohn drücken, senken
die Löhne steigen, fallen, werden aufgebessert, erhöhen sich
umgangssprachlichjmdn. um Lohn und Brot bringen (= jmdn. brotlos machen)
umgangssprachlicher stand, war bereits in Lohn und Brot (= im Berufsleben)
2.
Belohnung oder Strafe, Vergeltung
Beispiele:
ein (wohl)verdienter, unverdienter, (über)reicher Lohn
das ist ein schlechter Lohn für alle meine Mühe
ein gerechter Lohn
der Lügner wird schon noch seinen Lohn erhalten, bekommen
ich tue es nicht um Lohn, nicht um (des) Lohnes willen
sprichwörtlichUndank ist der Welt(en) Lohn
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lohn · lohnen · belohnen · entlohnen · Löhnung · löhnen
Lohn m. ‘Gegenwert, Bezahlung, Entgelt für geleistete Arbeit’, ahd. (8. Jh.), mhd. asächs. mnd. lōn, aengl. lēan, mnl. nl. loon, anord. laun, schwed. lön, got. laun (germ. *launa-) enthalten ein n-Suffix, das die zugehörigen außergerm. Verwandten nicht aufweisen, vgl. griech. lé͞ia, ion. lēΐē (λεία, ληΐη, aus *λαία) ‘Beute, besonders von geraubtem Vieh, Kriegs-, Jagdbeute’, aslaw. lovъ ‘Jagd’, russ. lov (лов) ‘Fang, Beute, Jagdbeute’ und griech. apolá͞uein (ἀπολαύειν) ‘genießen’, lat. lucrum ‘Gewinn, Vorteil’ (s. lukrativ). Anzuknüpfen ist an eine Wurzel ie. *lā̌u- ‘erbeuten, genießen’. lohnen Vb. ‘bezahlen, vergelten’, ahd. lōnōn (8. Jh.), mhd. lōnen. belohnen Vb. mhd. belōnen. entlohnen Vb. (16. Jh.). Löhnung f. (17. Jh.), Substantivbildung zu heute seltenem löhnen Vb. ‘Lohn geben, auszahlen’, mhd. lœnen.

Thesaurus

Ökonomie
Synonymgruppe
Arbeitsentgelt · Aufwandsentschädigung (Ehrenamtler) · Besoldung (Beamte, Richter) · Bezahlung · Bezüge · Einkünfte · Entgelt · Entlohnung · Gage · Gehalt · Gratifikation · Heuer · Honorar · Kostenerstattung · Lohn · Löhnung · Salair · Sold (Soldaten, Zöllner) · Tantieme · Verdienst · Vergütung  ●  Abgeltung  österr., schweiz. · Einkommen  Hauptform · Entlöhnung  schweiz. · Salär  schweiz.
Oberbegriffe
  • Geld  ●  klingende Münze  fig. · Asche  ugs. · Bimbes  ugs. · Chlübis  ugs., schweiz. · Devisen  ugs. · Diridari  ugs., bairisch · Eier  ugs. · Euronen  ugs. · Flöhe  ugs. · Forinthen  ugs. · Heu  ugs. · Kies  ugs. · Klicker  ugs. · Klöpse  ugs. · Knack  ugs. · Knete  ugs. · Kohle  ugs. · Koks  ugs. · Krönchen  ugs. · Kröten  ugs. · Lehm  ugs. · Mammon  geh., abwertend, biblisch · Marie  ugs. · Moneten  ugs. · Moos  ugs. · Murmeln  ugs. · Mäuse  ugs. · Möpse  ugs. · Ocken  ugs. · Patte  ugs. · Penunse  ugs. · Penunze  ugs. · Piepen  ugs. · Pinke  ugs. · Pulver  ugs. · Radatten  ugs. · Rubel  ugs. · Rubelchen  ugs. · Räppli  ugs., schweiz. · Scheinchen  ugs. · Scheine  ugs. · Schlotten  ugs. · Schotter  ugs. · Steine  ugs. · Zaster  ugs. · Öcken  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Lohn‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lohn‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lohn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch mit dem Kampf um gleichen Lohn für gleiche Arbeit wird es nicht getan sein. [Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 206]
Das Sammeln, aus purem Vergnügen betrieben, kann uns schon Lohn genug sein. [Weber, Annemarie (Hg.), Die Hygiene der Schulbank, Wiesbaden: Falken-Verl. 1955, S. 75]
Auch dieser Abzug wäre Lohn, nur eben dem Arbeiter genommener Lohn. [Schumpeter, Joseph: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Berlin: Duncker u. Humblot 1997 [1912], S. 218]
Wenn ihr mir gehorcht, wird es euch großen Lohn bringen. [Nitschke, August: Frühe christliche Reiche. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7094]
Das untere Drittel erhält bei uns nur sehr geringe Löhne. [Der Spiegel, 27.07.1998]
Zitationshilfe
„Lohn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lohn>.

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