Lokomotive, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lokomotive · Nominativ Plural: Lokomotiven
Aussprache 
Worttrennung Lo-ko-mo-ti-ve
Wortbildung  mit ›Lokomotive‹ als Erstglied: ↗Lokomotivführer  ·  mit ›Lokomotive‹ als Letztglied: ↗Diesellokomotive · ↗Ehestandslokomotive · ↗Elektrolokomotive · ↗Schnellzuglokomotive
 ·  mit ›Lokomotive‹ als Grundform: ↗Lok
Herkunft aus gleichbedeutend locomotiveengl
eWDG

Bedeutung

fahrbare, an Schienen gebundene Kraftmaschine zum Ziehen von Personenwagen und Güterwagen
Beispiele:
die Lokomotive rangiert, setzt sich in Bewegung, wird ausgespannt
das Pfeifen der Lokomotive war weithin hörbar
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lokomotive, f. abgekürzt Lok, ‘Zugmaschine für Eisenbahnwagen’, Übernahme (30er Jahre 19. Jh.) von engl. locomotive, gekürzt und substantiviert aus locomotive (steam) engine ‘sich von der Stelle bewegende (Dampf)maschine’. Das Adjektiv ist eine Bildung aus nlat. locomotivus, zu lat. locus ‘Ort, Platz, Stelle’ und spätlat. mōtīvus ‘Bewegung bewirkend, zur Bewegung geeignet, beweglich’ (s. ↗Motiv); vgl. spätlat. locō mōtīva ‘sich von einem Ort zum anderen bewegend’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Avantgardist · ↗Pionier · ↗Schrittmacher · ↗Trendsetter · ↗Vorkämpfer · ↗Vorreiter · ↗Wegbereiter  ●  Lokomotive  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Eisenbahn
Synonymgruppe
Lokomotive · ↗Triebfahrzeug  ●  Lok  Kurzform
Unterbegriffe
  • Zwischentriebfahrzeug  ●  Zwischenlok  Kurzform
  • Vorspannlokomotive · Vorspanntriebfahrzeug  ●  Vorspannlok  Kurzform · ↗Vorspann  ugs.
  • Reko-Lokomotive · Rekonstruktionslokomotive  ●  Rekolok  Kurzform
  • Dampflokomotive  ●  ↗Dampflok  Kurzform · ↗Dampfross  ugs.
  • Elektrolokomotive · Elektrotriebfahrzeug  ●  ↗E-Lok  Kurzform · ↗Elektrolok  Kurzform
  • Diesellokomotive · Dieseltriebfahrzeug  ●  ↗Diesellok  Kurzform
  • Nachschiebelokomotive · Nachschiebetriebfahrzeug  ●  Nachschiebelok  Kurzform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Lokomotive‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lokomotive‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lokomotive‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei sei es zwei Personen kurzfristig gelungen, auf die Lokomotive zu klettern.
Der Tagesspiegel, 30.10.2001
Irgendwann gab die Lokomotive ein paar klagende Töne von sich und der Zug setzte sich in Bewegung, erst langsam, dann immer schneller.
Pressler, Mirjam: Malka Mai, Weinheim Basel: Beltz & Gelberg 2001, S. 240
Doch manchmal beginne die Lokomotive kurz vor dem Ziel zu stottern.
Süddeutsche Zeitung, 23.10.1997
Als wir uns weit aus den Fenstern beugten, sahen wir vor der Lokomotive das auf "Halt" gestellte Signal.
Wolf, Christa: Der geteilte Himmel, Halle (Saale): Mitteldeutscher Verl. 1963, S. 218
Und immer wieder rollte die kleine Lokomotive über den Tisch.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 244
Zitationshilfe
„Lokomotive“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lokomotive>, abgerufen am 05.03.2021.

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