Lorke, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lorke · Nominativ Plural: Lorken · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Lor-ke
eWDG

Bedeutung

mitteldeutsch, umgangssprachlich schlechter, dünner Kaffee
Beispiele:
sie kochte aus altem Kaffeesatz eine Lorke
die Lorke schmeckt sehr fade
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lorke f. Kaffeeersatz aus gemälzter und gerösteter Gerste, ‘Malzkaffee’, dann allgemein ‘dünner, schlechter Kaffee’, auch ‘schlechtes Getränk’ Obsächs. Lorge und in entstellender Aussprache berlin. Lorke sind eine Übernahme (19. Jh.) von frz. (mit Artikel) l’orge f. ‘Gerste’. Anderer Herkunft ist Lurke f. ‘Nachwein, Tresterwein’ (Ende 16. Jh.) und gleichbed. ↗Lauer2 m. (s. d.), die beide über mhd. lūre f., ahd. lūra f. aus lat. lōra, lōrea ‘Tresterwein’ entstanden sein können. Einfluß von älterem Lurke auf Lorke (s. o.) infolge von Laut- und Bedeutungsähnlichkeit (als ‘schlechtes Getränk’) ist wahrscheinlich.

Thesaurus

Synonymgruppe
mieses Getränk  ●  ↗Brühe  ugs. · Lorke  ugs., regional · ↗Plempe  ugs., regional · ↗Plörre  ugs., regional · ↗Spülwasser  ugs., fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
Zitationshilfe
„Lorke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lorke>, abgerufen am 11.04.2021.

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