Losung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Losung · Nominativ Plural: Losungen
Aussprache 
Worttrennung Lo-sung
Wortzerlegung  losen -ung
Wortbildung  mit ›Losung‹ als Erstglied: Losungswort  ·  mit ›Losung‹ als Letztglied: Kampflosung · Mailosung · Streiklosung · Tageslosung · Wahllosung

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Leitwort, Wahlspruch, Parole
    1. [Religion] für jeden Tag ausgegebener Bibelspruch
  2. 2. [Militär] Kennwort
eWDG

Bedeutungen

1.
Leitwort, Wahlspruch, Parole
Beispiele:
eine griffige Losung
die Losung des Tages, der politischen Feier
Transparente mit Losungen
politische Losungen an Häuserwände und Mauern schreiben
eine Losung im Sprechchor rufen
Unsere Losung sei: ... Nieder mit dem Personenkultus [ BebelAus meinem Leben293]
Religion für jeden Tag ausgegebener Bibelspruch
2.
Militär Kennwort
Beispiele:
eine Losung ausgeben
die Losung fordern, nennen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Los · losen2 · Losung1 · auslosen · verlosen
Los n. ‘Schicksal, Geschick, verdeckt gekennzeichneter Gegenstand oder Zettel, durch den eine Zufallsentscheidung herbeigeführt werden soll, Lotterieanteilschein’, ahd. (h)lōʒ ‘Spruch, Schicksal, Anteil’ (8. Jh.), mhd. lōʒ ‘Werfen des Loses, Aus-, Verlosung, Schicksal, Weissagung, gerichtliche Teilung, Erbteilung, altes Herkommen, Losungswort’, asächs. hlōt, mnd. lōt, aengl. hlīet, hlȳt, hlēt, anord. hlautr, got. hlauts ‘Los, Erbschaft’ (germ. *hlauta-, *hlauti-). Daneben ablautend (im Nhd. sich nicht fortsetzend) ahd. (h)luʒ ‘Schicksal’ (8. Jh.), mnd. lot, aengl. hlot ‘Anteil, Erbteil, Entscheidung’, engl. lot ‘Los, Posten’, mnl. nl. lot (s. Lotterie), anord. hlutr ‘Los, Teil, Stück, Ding, Sache’, hluti ‘Losstab, zugefallenes Los, Teil, Stück’, schwed. lott ‘Los, Anteil’. Alle Bildungen sind Verbalabstrakta zu einem im Nhd. untergegangenen starken Verb ahd. (h)lioʒan ‘losen, Wahrzeichen deuten’ (8. Jh.), mhd. lieʒen ‘losen, als Los zuteilen’, asächs. hliotan ‘erlosen, erlangen’, aengl. hlēotan ‘losen, durch Los erhalten’, anord. hljōta ‘(er)losen’, schwed. ljuta. Die Germanen versuchten, aus der Lage geworfener Runenstäbe zu weissagen. Geht man daher für das germ. Verb von einer Bedeutung ‘an-, festhaken’ (von einem geworfenen Stäbchen) aus und vergleicht lit. kliū́ti ‘hängenbleiben, anstoßen, hindern, in den Bereich von etw. kommen’, so ist Verwandtschaft mit den unter schließen und Schloß (s. d.) genannten Formen und Anschluß an die dort genannte Wurzel ie. *klē̌u-, *klāu- ‘Haken, krummes Holz oder Astgabel, Pflöckchen, an-, verhaken (sich anklammern), durch einen vorgesteckten Haken, Riegel, ein Pflöckchen verschließen’ möglich. losen2 Vb. ‘durch Los ermitteln, ein Los ziehen’, mhd. lōʒen ‘das Los werfen, durchs Los bestimmen’, transitiv ‘(durch Los) verteilen’, schwach flektierende Neubildung zum Substantiv. Losung1 f. ‘Leitwort, Wahlspruch, Erkennungszeichen, Parole’ (16. Jh.), wohl eine Neubildung und nicht anknüpfend an ahd. (h)lōʒunga ‘Los, das Loswerfen’ (11. Jh.), mhd. lōʒunge ‘das Loswerfen, Teilung’. auslosen Vb. ‘durch das Los ermitteln’ (16. Jh.). verlosen Vb. ‘durch das Los verteilen’ (18. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Losung‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Losung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Losung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die Losung von der "nationalen Lösung" gilt nicht mehr.
Süddeutsche Zeitung, 11.02.2002
Am Ende des Ganges schrie plötzlich ein Mann - ein Wort, eine Losung vielleicht.
Der Spiegel, 14.02.1994
Unter der Losung auf dem Pflaster sah ich meine Schuhe schlurfen und die anderen gehen.
Müller, Herta: Herztier, Reinbek: Rowohlt 1994, S. 172
Was die Losung „Kultur für alle“ betrifft, so nimmt sie sich nachgerade komisch aus.
Die Zeit, 29.11.1985, Nr. 49
Auch sonstiges Wild wird von Tag zu Tag mehr in Spur und Losung erkennbar.
Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 79
Zitationshilfe
„Losung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Losung#1>, abgerufen am 18.01.2022.

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Losung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Losung · Nominativ Plural: Losungen
Aussprache 
Worttrennung Lo-sung
Wortbildung  mit ›Losung‹ als Letztglied: Hirschlosung
eWDG

Bedeutung

Jägersprache Exkremente vom Hund und dem meisten Wild
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Losung2 f. (im 19. Jh. auch Lösung) ‘Kot des Wildes und Hundes’ (18. Jh.), in der Jägersprache zu losen ‘Kot lassen’, einer Nebenform von lösen (s. d.).

Typische Verbindungen zu ›Losung‹ (computergeneriert)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Losung‹.

Verwendungsbeispiele für ›Losung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch die Losung von der "nationalen Lösung" gilt nicht mehr.
Süddeutsche Zeitung, 11.02.2002
Am Ende des Ganges schrie plötzlich ein Mann - ein Wort, eine Losung vielleicht.
Der Spiegel, 14.02.1994
Unter der Losung auf dem Pflaster sah ich meine Schuhe schlurfen und die anderen gehen.
Müller, Herta: Herztier, Reinbek: Rowohlt 1994, S. 172
Was die Losung „Kultur für alle“ betrifft, so nimmt sie sich nachgerade komisch aus.
Die Zeit, 29.11.1985, Nr. 49
Auch sonstiges Wild wird von Tag zu Tag mehr in Spur und Losung erkennbar.
Peters, Carl: Im Goldland des Altertums, München: Lehmann 1902, S. 79
Zitationshilfe
„Losung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Losung#2>, abgerufen am 18.01.2022.

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