Lotoseffekt, der
Alternative SchreibungLotos-Effekt, s. Regelwerk: § 45 (E1)§ 45 (E1)
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lotoseffekt(e)s · Verwendung im Plural ungebräuchlich
NebenformLotuseffekt, Lotus-Effekt · Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Lotuseffekt(e)s, Lotus-Effekt(e)s · Verwendung im Plural ungebräuchlich
WorttrennungLo-tos-ef-fekt · Lo-tos-Ef-fekt · Lo-tus-ef-fekt · Lo-tus-Ef-fekt
WortzerlegungLotosEffekt
Wahrig und DWDS, 2017

Bedeutung

Technik selbstreinigende Wirkung von fein genoppten Oberflächen, auf denen Wasser ähnlich wie bei den Blättern der Lotosblume nicht anhaften kann, sondern tropfenweise abperlt und dabei Staub- und Schmutzpartikel mitnimmt
Beispiele:
[…] die Blätter [der Lotosblume] wehren sich durch den einzigartigen Lotoseffekt gegen Schmutz und Wasser. [Teichpflanzen-Blog, 28.03.2011, aufgerufen am 15.02.2017]
[…] den sogenannten Lotuseffekt haben die Wissenschaftler sich von exotischen Pflanzen abgeschaut: eine elektronenmikroskopisch kleine Noppenstruktur sorgt dafür, daß an der Oberfläche nichts haften kann. [Süddeutsche Zeitung, 22.04.1999]
Dieser Mechanismus der Selbstreinigung, auch bekannt als Lotus-Effekt, wird schon heute zum Beispiel bei Fassadenfarben genutzt. [Die Welt, 12.11.2012]
Lacke mit »Lotoseffekt« sorgen für selbstreinigende Oberflächen. [Bild, 28.07.2005]
Auf Stoffen mit Lotoseffekt rollen sie [die Wassermoleküle] hingegen herum wie Murmeln auf einer Glasplatte. [Die Zeit, 03.12.1998, Nr. 50]
Kooperationspartner aus der Industrie entwickeln nun Produkte mit dem Lotoseffekt, wie [der Botaniker und Bioniker] Barthlott das Prinzip nach der Pflanze getauft hat, die in asiatischen Religionen Reinheit verkörpert. [Die Zeit, 03.12.1998, Nr. 50]
Zitationshilfe
„Lotoseffekt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lotoseffekt>, abgerufen am 11.12.2017.

Weitere Informationen …