Lude, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Luden · Nominativ Plural: Luden
Aussprache 
Worttrennung Lu-de

Bedeutungsübersicht+

  1. [salopp, abwertend] ...
    1. 1. Zuhälter
    2. 2. [veraltend] junger Mensch mit auffälligem, ungepflegtem Äußeren und rowdyhaftem Benehmen
eWDG

Bedeutung

salopp, abwertend
1.
Zuhälter
Beispiel:
er verdient sein Geld als Lude
2.
veraltend junger Mensch mit auffälligem, ungepflegtem Äußeren und rowdyhaftem Benehmen
Beispiele:
er sieht aus und benimmt sich wie ein Lude
die Luden haben sich wieder an der Straßenecke versammelt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lude m. ‘Zuhälter’ (Anfang 20. Jh. in der Berliner Gaunersprache), der umgangssprachlichen Abkürzung (Mitte 19. Jh.) des Personennamens Ludwig folgend; zuvor in gleichem Sinne die entsprechende frz. Namensform Louis (auch Puff-Louis). Vgl. A. Lasch Berlinisch (1928) 177.

Thesaurus

Synonymgruppe
Schutzengel  ●  Beschützer  verhüllend · Frauenwirt  veraltet · Kuppler  veraltet · Loddel  abwertend · Maquereau  franz. · Pimp  engl. · Zuhälter  Hauptform · (einer der) (seine) Pferdchen am Laufen hat  ugs. · Louis  ugs. · Lude  ugs. · Peitscherlbua  ugs., österr. · Stenz  ugs., süddt. · Strizzi  ugs., salopp, österr.
Oberbegriffe
  • Berufstätige  weibl. · Berufstätiger  männl. · Erwerbstätige  weibl. · Erwerbstätiger  männl. · Werktätige  DDR, weibl. · Werktätiger  DDR, männl.
  • Herr · Mannsbild · Mannsperson · Patron (halb-scherzhaft oder abwertend) · Vertreter des männlichen Geschlechts · Y-Chromosom-Träger (halb-ironisch) · gestandener Mann  ●  Bursche  regional · Mann  Hauptform · männlicher Mensch  biologisch · Dude  ugs., engl. · Kerl  ugs. · Keule  ugs., positiv, salopp, regional · Macker  ugs. · Person männlichen Geschlechts  fachspr., Amtsdeutsch · Typ  ugs. · erwachsene männliche Person  fachspr., Amtsdeutsch · männliche Person  fachspr., Amtsdeutsch
Assoziationen
Antonyme

Verwendungsbeispiele für ›Lude‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und abends geht er dann gerne in Topless Bars und hängt mit Luden herum. [Süddeutsche Zeitung, 20.06.1998]
Wer aufgeben will, wird von den Luden "besprochen" oder kriegt "auf die Glocke". [Bild, 21.11.2005]
Einige Luden hauen ihren Weibern dann schon mal in die Fresse. [Bild, 12.05.2004]
Wer gegen Luden aussagt, riskiert nicht nur, dass die Familie zu Hause bedroht wird. [Der Tagesspiegel, 01.07.2003]
Ein durchgeknallter Freier hatte ein Mädchen erdrosselt, und die Luden gedachten, den unerwarteten Trauerfall für die Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen. [Bild, 01.04.2000]
Zitationshilfe
„Lude“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lude>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Luddit
Luddismus
Lucht
Luchskatze
Luchsbau
Luder
Luderei
Luderer
Luderleben
Luderplatz