Luke, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Luke · Nominativ Plural: Luken
Aussprache
WorttrennungLu-ke (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Luke‹ als Letztglied: ↗Achterluke · ↗Bodenluke · ↗Dachluke · ↗Deckluke · ↗Decksluke · ↗Einstiegluke · ↗Einstiegsluke · ↗Fensterluke · ↗Kellerluke · ↗Ladeluke · ↗Schalterluke · ↗Schiffsluke · ↗Turmluke
eWDG, 1969

Bedeutung

verschließbare Öffnung, kleines Fenster
a)
verschließbare Öffnung, kleines Fenster an und in Gebäuden
Beispiele:
eine offene, verhängte, verriegelte Luke
die Luke öffnen, schließen
auf einer Leiter durch die Luke klettern
ein Lichtstrahl fiel durch eine Luke in die Bodenkammer
Der Nachtwind durch die Luken pfeift [Heine2,124]
b)
verschließbare Öffnung, kleines Fenster im Deck oder in der Wand des Schiffes (zum Beladen und Entladen)
Beispiele:
alle Luken dicht machen
die Luke des Vorschiffes
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Luke f. ‘verschließbare Öffnung in Böden oder Wänden’ (besonders auf Schiffen). Im 16. Jh. wird mnd. lūke ‘Öffnung in den Böden und Wänden der Häuser und Schiffe, die mit einer Falltür geschlossen wird’, mnl. lūke, nl. luik, ursprünglich ein Seemannswort, ins Hd. aufgenommen. Es gehört zu einem durch ahd. -lūhhan (in bilūhhan ‘einschließen’, intlūhhan ‘öffnen’, beide 8. Jh.), mhd. lūchen, liechen ‘(zu)schließen’, asächs. lūkan, aengl. lūcan, mnl. lūken, nl. luiken, anord. lūka, got. galūkan ‘verschließen’, uslūkan ‘aufschließen’ vertretenen starken germ. Verb für ‘schließen, verschließen’ und kann mit ↗Loch und ↗Lücke (s. d.) auf die unter ↗Lauch, ↗Locke (s. d.) genannte Wurzel ie. *leug-, *lŭg- ‘biegen’ zurückgeführt werden; zur möglichen Entwicklung von ‘biegen’ zu ‘(ver)schließen’ s. ↗Loch.

Thesaurus

Synonymgruppe
Luke · Lukentür
Synonymgruppe
(kleines) Fenster · Luke  ●  ↗Scheibe  schweiz.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bullauge Dach Dachboden Deck Decke Fenster Freie Käfig Maschinenraum Raumstation aufklappen beschädigen dichtmachen geöffnet hinter kriechen offenstehen oval quadratisch schmal stählern undicht vergittert verschließen verschlossen vorder winzig zwängen Öffnen öffnen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Luke‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erst nach 80 Stunden gelang es ihm, eine Luke aufzubrechen.
Bild, 18.07.2001
Nachdem das andere MIR deines heraufgeholt hätte, würde man dich durch die Luke ausgießen.
Die Welt, 19.08.2000
Dann fuhren sie weiter, mit offenen Luken, alle Sinne in die Nacht gerichtet.
Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1960], S. 626
Aber man hört sich das mit zugekniffenen Augen durch die kleine Luke an.
Döblin, Alfred: Berlin Alexanderplatz, Olten: Walter 1961 [1929], S. 372
Da habe ich ihm ein Glas durch die Luke gereicht.
Kafka, Franz: Der Proceß, Frankfurt a. M.: Fischer 1993 [1925], S. 201
Zitationshilfe
„Luke“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Luke>, abgerufen am 16.07.2019.

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