Lunge, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Lunge · Nominativ Plural: Lungen
Aussprache 
Worttrennung Lun-ge
Wortbildung  mit ›Lunge‹ als Erstglied: ↗Lungenarzt · ↗Lungenatmung · ↗Lungenautomat · ↗Lungenbraten · ↗Lungenembolie · ↗Lungenemphysem · ↗Lungenentzündung · ↗Lungenflügel · ↗Lungenfürsorge · ↗Lungenhaschee · ↗Lungenheilanstalt · ↗Lungenheilstätte · ↗Lungeninfarkt · ↗Lungenkrankheit · ↗Lungenkrebs · ↗Lungenlappen · ↗Lungenpest · ↗Lungenresektion · ↗Lungenschwindsucht · ↗Lungenspitze · ↗Lungentuberkulose · ↗Lungenzug · ↗lungengängig · ↗lungenkrank · ↗lungenleidend · ↗lungenärztlich
 ·  mit ›Lunge‹ als Letztglied: ↗Farmerlunge · ↗Kalbslunge · ↗Raucherlunge · ↗Staublunge
 ·  mit ›Lunge‹ als Binnenglied: ↗Herz-Lungen-Maschine · ↗Herz-Lungen-Wiederbelebung
eWDG, 1969

Bedeutung

Atmungsorgan des Menschen und der höheren Tiere
Beispiele:
eine gesunde, gute, starke, angegriffene, schwache Lunge
seine Lunge ist gefährdet
sie ist schwach auf der Lunge
umgangssprachlichjmd. hat es auf der Lunge (= ist lungenkrank)
umgangssprachlichjmd. raucht auf Lunge (= zieht den Zigarettenrauch tief ein)
er hat eine gute Lunge (= kann laut schreien)
aus voller Lunge (= laut) schreien, singen
umgangssprachlichschone deine Lunge! (= sprich nicht so viel!)
saloppsich [Dativ] die Lunge ausschreien, aus dem Halse, aus dem Leibe schreien (= sehr laut schreien)
Medizindie eiserne Lunge (= Apparat für langdauernde künstliche Atmung)
bildlich die grünen Lungen der StadtParks und Wälder innerhalb oder in der Umgebung der Großstädte
Beispiel:
Die kleinste Grünanlage inmitten der Häuser ist ein Stück grüne Lunge [ Tageszeitung1963]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Lunge f. ‘Atmungsorgan’, ahd. lungun(na) Plur. (8. Jh.), lunga (10./11. Jh.), mhd. mnd. lunge, asächs. lungannia, mnl. longhe, nl. long, aengl. lungen, engl. lung ‘Lungenflügel’, lungs (Plur.) ‘Lunge’, anord. lunga, meist lungu (Plur.), schwed. lunga führt als Substantivierung ‘die Leichte’ (die als Organ von Schlachttieren nach dem Schlachten im Wasser oben schwimmt) auf die nasalierte schwundstufige Wurzelform ie. *lṇgu̯h-, hochstufig *lengu̯h- ‘leicht in Bewegung und Gewicht’ der unter ↗leicht (s. d.) genannten Wurzel.

Thesaurus

Anatomie
Synonymgruppe
Lunge  ●  ↗Beuschel  ugs., österr.
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Lunge‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Lunge‹.

Verwendungsbeispiele für ›Lunge‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hat keine Kraft mehr, in die eng nach unten gepressten Lungen einzuatmen.
Bild, 24.02.2004
Das lagert sich sonst alle in ihrer Lunge ab ", erklärt sie.
Der Tagesspiegel, 12.12.2000
Vielleicht macht sich das nach fünf Jahren in meiner Lunge bemerkbar.
Der Spiegel, 02.11.1987
Also muß die linke Lunge verletzt, der untere seitliche Rand durchschossen sein.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 287
Im letzteren Fall werden nur einzelne Teile der Lunge befallen.
Oheim, Gertrud: Das praktische Haushaltsbuch, Gütersloh: Bertelsmann 1967 [1954], S. 406
Zitationshilfe
„Lunge“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Lunge>, abgerufen am 26.09.2020.

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