Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Mäander, der

Grammatik Eigenname (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mäanders · Nominativ Plural: Mäander
Aussprache 
Worttrennung Mä-an-der
Wortbildung  mit ›Mäander‹ als Erstglied: Mäanderband · Mäanderbogen · Mäanderlinie · mäandrisch
 ·  mit ›Mäander‹ als Grundform: mäandern
Herkunft Griechisch

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [Geografie] Reihe von Flusswindungen
  2. 2. [Architektur, bildende Kunst] rechtwinklig gebrochenes oder spiralförmig fortlaufendes Ornament
eWDG

Bedeutungen

1.
Geografie Reihe von Flusswindungen
Beispiel:
Deshalb konnten sie [Donau und Theiß] sich nur unbedeutend in ihre Umgebung einschneiden und besitzen zahlreiche Mäander [ Urania1962]
2.
Architektur, bildende Kunst rechtwinklig gebrochenes oder spiralförmig fortlaufendes Ornament
Beispiel:
[ein] Ziegelmuster, das in Streifen regelmäßigen Mäanders verlief [ BöllWort87]

Verwendungsbeispiele für ›Mäander‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Kompositorisch ist aber vieles im verschlungenen Mäandern der Handlung zu sehr ausgewalzt. [Süddeutsche Zeitung, 17.07.1999]
Langsam breitet das Dorf seine Fänge aus und reißt uns in die Mäander seiner Geschichte. [Der Tagesspiegel, 02.02.2003]
Drei dieser Mäander im Sand queren, durch die das Meer zurückweicht und wiederkommt. [Süddeutsche Zeitung, 03.09.2002]
Im Winter steht das Wasser des Mäanders manchmal anderthalb Meter hoch. [Die Zeit, 12.03.1982, Nr. 11]
Aus dem Blut des M. oder aus den um ihn vergossenen Tränen soll der Fluß M., der Quellfluß des Mäander, entstanden sein. [o. A.: Lexikon der Kunst - M. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1992], S. 23959]
Zitationshilfe
„Mäander“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/M%C3%A4ander>.

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