Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Mädel, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Mädels · Nominativ Plural: Mädel
Nebenform norddeutsch Mädel · Substantiv · Nominativ Plural: Mädels
Aussprache  [ˈmɛːdl̩]
Worttrennung Mä-del
Wortbildung  mit ›Mädel‹ als Erstglied: Mädelchen  ·  mit ›Mädel‹ als Letztglied: Bauernmädel · Blitzmädel · Fabrikmädel · Hausmädel · Jungmädel · Kindermädel · Küchenmädel · Landmädel · Laufmädel · Lehrmädel · Prachtmädel · Schulmädel · Serviermädel · Stubenmädel · Zimmermädel

Bedeutungsübersicht+

  1. [umgangssprachlich] Synonym zu Mädchen
    1. 1. ...
    2. 2. Geliebte, Freundin
    3. 3. Dienstmädchen
eWDG

Bedeutung

umgangssprachlich Synonym zu Mädchen
1.
Beispiele:
sie ist ein hübsches, nettes, herziges Mädel
umgangssprachlichsie ist ein blitzsauberes Mädel
2.
Geliebte, Freundin
Beispiel:
er war mit seinem Mädel beim Tanz
3.
Dienstmädchen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mädchen · Mädel
Mädchen n. ‘Jugendliche, Kind weiblichen Geschlechts, Freundin eines jungen Mannes’, mit Deminutivsuffix (s. -chen) zu dem unter Magd (s. d.) behandelten Substantiv gebildete Verkleinerungsform; zuerst mnd. mēgedeken (15. Jh.), omd. (mit Konsonantenvereinfachung) Medichen (Anfang 16. Jh.), Mägdchen (17. Jh.), woraus Mädchen. Früher häufig auch für ‘Hausangestellte’; vgl. Mädchen für alles (1832), Übersetzung von engl. maid, servant of all work, heute scherzhaft für jmdn., der alles tun muß und auch alles kann. Daneben, vom Obd. ausgehend, Mädel n. mit dem Deminutivsuffix -el (s. -lein) gebildete Verkleinerungsform, mhd. maidel, gegenüber mhd. magetlīn, woraus nhd. Mägdlein.

Thesaurus

Synonymgruppe
(junges) Ding · Mädchen · junge Dame  ●  Deern  norddeutsch · Dirn(e)  veraltet, regional · Fräulein  veraltet · Maid  veraltet, poetisch · junge Frau  Hauptform · Girl  ugs. · Mieze  ugs., sexualisiert · Mädel  ugs.
Oberbegriffe
Synonymgruppe
(eine) Kleine · Kindchen (Anrede) · Kleines (Anrede) · kleines Mädchen  ●  Mädchen (Kind)  Hauptform · Schickse  veraltend, regional · Deern  ugs., norddeutsch · Gör(e)  ugs., regional · Mad(e)l  ugs., süddt. · Maderl  ugs., süddt. · Mädel  ugs., süddt. · Mäderl  ugs., süddt. · Mädle  ugs., schwäbisch
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Mädel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mädel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mädel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber wieso kommt das Mädel dazu, es wie Mutter zu tun? [Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 41]
Er träumte davon, nach Hause zu kommen zu seinen »beiden Mädels«. [Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 131]
Aber bei uns – bei uns dürfen die Mädels demnächst zum Bund! [o. A.: DAS NEUESTE VOM FEIND. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1984]]
Das läuft nicht gut aus – das Mädel geht ihm verloren. [Tucholsky, Kurt: Die Reliquie. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1925]]
In der Nacht brachten die Mädel das Essen zu ihnen. [Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 231]
Zitationshilfe
„Mädel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/M%C3%A4del>.

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