Mäzen, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mäzens · Nominativ Plural: Mäzene
WorttrennungMä-zen
Wortbildung mit ›Mäzen‹ als Letztglied: ↗Musikmäzen
eWDG, 1974

Bedeutung

vermögende Privatperson, die mit finanziellen Mitteln Kunst, Künstler oder den Sport fördert
Beispiele:
ein bürgerlicher, fürstlicher, verdienstvoller Mäzen
ein Mäzen der Dichter, Musiker, von jungen, unentdeckten, hoffnungsvollen Talenten
die Rolle eines Mäzens übernehmen, spielen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mäzen m. ‘Gönner, Förderer’, Maecen (18. Jh.), Mecenat (16. Jh.), entlehnt aus dem Namen des vermögenden Römers C. Cilnius Maecēnās (Genitiv Maecēnātis), eines Gönners von Vergil und Horaz.

Thesaurus

Synonymgruppe
Kunstliebhaber · Mäzen
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Freund und Förderer · ↗Förderer · ↗Gönner · ↗Impresario · Mäzen · ↗Sponsor
Oberbegriffe
Ökonomie
Synonymgruppe
Donator · ↗Finanzier · ↗Förderer · ↗Geldgeber · ↗Gönner · Mäzen · ↗Patron · ↗Spender · ↗Sponsor · ↗Stifter · ↗Wohltäter
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Sugardaddy  engl.
Assoziationen
Synonymgruppe
Mäzen · ↗Mäzenat
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bankier Förderer Galerist Gönner Industrielle Kaufmann Kunstfreund Kunsthändler Kunstkenner Kunstliebhaber Kunstsammler Milliardär Multimillionär Museumsdirektor Philanthrop Sammler Spender Sponsor Stifter Wohltäter fürstlich generös großherzig großzügig hervortun kunstsinnig potent selbstlos spendabel stiften

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mäzen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie hat sich das Ziel gesetzt, das Museum ohne staatliche Hilfen zu bestreiten - braucht aber private Mäzene.
Die Welt, 19.06.2003
Aber als Mäzene der Künste wird ihr Ruhm unbestreitbar überdauern.
Wondratschek, Wolf: Mozarts Friseur, München, Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 99
In seltenen Fällen erhielten die Historiker auch Unterstützung von einem freigebigen Mäzen.
Süddeutsche Zeitung, 07.04.1994
Mit Hilfe seines Mäzens durfte er zu seiner weiteren Ausbildung nach Italien reisen.
Klingenbeck, Josef: Pleyel (Familie). In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 35795
Auch für die Künste ist die höfische Ausrichtung entscheidend, der Fürst oft direkt der Mäzen.
Flemming, W.: Barock. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 24634
Zitationshilfe
„Mäzen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mäzen>, abgerufen am 15.10.2019.

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