Mönch, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mönch(e)s · Nominativ Plural: Mönche
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Mönch‹ als Erstglied: ↗Mönchsgeier · ↗Mönchsgrasmücke · ↗Mönchshabit · ↗Mönchskloster · ↗Mönchskutte · ↗Mönchsorden · ↗Mönchstum · ↗Mönchswesen · ↗Mönchszelle · ↗Mönchtum
 ·  mit ›Mönch‹ als Letztglied: ↗Barfüßermönch · ↗Benediktinermönch · ↗Bettelmönch · ↗Dominikanermönch · ↗Kapuzinermönch · ↗Wandermönch
eWDG, 1974

Bedeutung

jmd., der aus religiösen Gründen gemäß einer bestimmten Regel, Ordensregel und bestimmten Gelübden ein asketisches, von der Welt zurückgezogenes, klösterliches Leben führt, besonders Angehöriger eines katholischen Ordens
Beispiele:
die Mönche geloben Armut, Keuschheit und Gehorsam
der Chorgesang der Mönche
ein buddhistischer, tibetanischer Mönch
wie ein Mönch (= enthaltsam, zurückgezogen) leben
Einer, der bisher gelebt hat wie der Mönch in seiner Zelle [ I. SeidelLabyrinth358]
er solle in sexueller Beziehung wie ein Mönch leben [ St. ZweigBalzac417]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mönch m. im Kloster lebender Angehöriger eines geistlichen Ordens, ahd. munih (8. Jh.), mhd. münech, münich, munich, münch ist (wie mnd. mȫnik, mönk, mnl. mōnic, monc, nl. monnik, afries. munek, munik, monek, monik, aengl. munuc, munec, engl. monk, anord. munki, munkr) eine Entlehnung aus vlat. *monicus. Dieses steht für kirchenlat. monachus m., spätgriech. monachós (μοναχός) ‘Einsiedler, Mönch’, eine Substantivierung des Adjektivs griech. monachós (μοναχός) ‘einzeln, alleinlebend’, abgeleitet von griech. mónos (μόνος) ‘allein’. Historisch hat sich das klösterliche Gemeinschaftsleben der Mönche aus dem Einsiedlertum (über Eremitenkolonien) entwickelt.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Bruder · ↗Klosterbruder · Mönch · ↗Ordensbruder

Typische Verbindungen zu ›Mönch‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mönch‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mönch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch wenn es ihnen nicht mehr gehörte, durften die Mönche 27 Jahre später wieder in das Kloster einziehen.
Süddeutsche Zeitung, 09.12.2002
Es handle sich um einen hysterischen Mönch, der mit einem unbändigen Willen ausgestattet sei.
Der Tagesspiegel, 17.06.2002
Die meisten Maler arbeiteten nur für die Kirche, viele wurden selbst Mönche.
o. A.: Lexikon der Kunst - S. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1994], S. 5890
Da stand dieser blutgierige Mönch endlich vor aller Welt beschämt.
Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 51
Die Beteiligung des Volkes an der Opposition ließ für die Mönche zu wünschen übrig.
o. A.: Die mittelalterliche Kirche. In: Jedin, Hubert (Hg.) Handbuch der Kirchengeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1966], S. 3507
Zitationshilfe
„Mönch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/M%C3%B6nch>, abgerufen am 02.12.2020.

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