Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Mönch, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mönch(e)s · Nominativ Plural: Mönche
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Mönch‹ als Erstglied: Mönchsgeier · Mönchsgewand · Mönchsgrasmücke · Mönchshabit · Mönchskloster · Mönchskutte · Mönchsorden · Mönchsrobbe · Mönchstum · Mönchswesen · Mönchszelle · Mönchtum
 ·  mit ›Mönch‹ als Letztglied: Barfüßermönch · Benediktinermönch · Bettelmönch · Dominikanermönch · Kapuzinermönch · Wandermönch
eWDG

Bedeutung

jmd., der aus religiösen Gründen gemäß einer bestimmten Regel, Ordensregel und bestimmten Gelübden ein asketisches, von der Welt zurückgezogenes, klösterliches Leben führt, besonders Angehöriger eines katholischen Ordens
Beispiele:
die Mönche geloben Armut, Keuschheit und Gehorsam
der Chorgesang der Mönche
ein buddhistischer, tibetanischer Mönch
wie ein Mönch (= enthaltsam, zurückgezogen) leben
Einer, der bisher gelebt hat wie der Mönch in seiner Zelle [ I. SeidelLabyrinth358]
er solle in sexueller Beziehung wie ein Mönch leben [ St. ZweigBalzac417]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mönch m. im Kloster lebender Angehöriger eines geistlichen Ordens, ahd. munih (8. Jh.), mhd. münech, münich, munich, münch ist (wie mnd. mȫnik, mönk, mnl. mōnic, monc, nl. monnik, afries. munek, munik, monek, monik, aengl. munuc, munec, engl. monk, anord. munki, munkr) eine Entlehnung aus vlat. *monicus. Dieses steht für kirchenlat. monachus m., spätgriech. monachós (μοναχός) ‘Einsiedler, Mönch’, eine Substantivierung des Adjektivs griech. monachós (μοναχός) ‘einzeln, alleinlebend’, abgeleitet von griech. mónos (μόνος) ‘allein’. Historisch hat sich das klösterliche Gemeinschaftsleben der Mönche aus dem Einsiedlertum (über Eremitenkolonien) entwickelt.

Thesaurus

Religion
Synonymgruppe
Bruder · Klosterbruder · Ordensbruder · Ordensmann  ●  Mönch  Hauptform

Typische Verbindungen zu ›Mönch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mönch‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mönch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Da stand dieser blutgierige Mönch endlich vor aller Welt beschämt. [Schuder, Rosemarie: Agrippa und Das Schiff der Zufriedenen, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1987 [1977], S. 51]
Dieser Mönch aber erschien mir wie ein Wesen aus einer anderen Welt. [Seidel, Ina: Das Wunschkind, Frankfurt a. M. u. a.: Ullstein 1987 [1930], S. 119]
Doch der Mönch der Revolution unterscheidet sich grundsätzlich vom christlichen Asketen. [Schlögel, Karl: Petersburg, München Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 100]
Auch auf Erden suchte er unter den Mönchen Einheit zu verwirklichen. [Nitschke, August: Frühe christliche Reiche. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1963], S. 7132]
Nur einmal am Tag durften die Mönche im Winter für eine Stunde den beheizten Raum aufsuchen. [Die Zeit, 25.04.1997, Nr. 18]
Zitationshilfe
„Mönch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/M%C3%B6nch>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Möller
Möhrensuppe
Möhrensaft
Möhre
Möglichkeitssinn
Mönchsgeier
Mönchsgewand
Mönchsgrasmücke
Mönchshabit
Mönchskapuze