Mörder, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Mörders · Nominativ Plural: Mörder
Aussprache
WorttrennungMör-der (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Mörder‹ als Erstglied: ↗Mörderbande · ↗Mördergrube · ↗Mörderhand · ↗Mörderin · ↗mörderisch
 ·  mit ›Mörder‹ als Letztglied: ↗Auftragsmörder · ↗Berufsmörder · ↗Brudermörder · ↗Doppelmörder · ↗Fememörder · ↗Frauenmörder · ↗Kindermörder · ↗Kindesmörder · ↗Kindsmörder · ↗Königsmörder · ↗Lustmörder · ↗Massenmörder · ↗Meuchelmörder · ↗Muttermörder · ↗Polizistenmörder · ↗Raubmörder · ↗Schreibtischmörder · ↗Selbstmörder · ↗Serienmörder · ↗Sexualmörder · ↗Vatermörder
eWDG, 1974

Bedeutung

jmd., der einen Mord begangen hat
Beispiele:
ein gemeiner, schändlicher, gedungener Mörder
wer war der Mörder?
aus Habgier wurde er zum Mörder an seinem Bruder
einen Mörder verfolgen, ergreifen, überführen, verurteilen
der vermutliche Mörder des Bankkassierers wurde gefasst
lieber ein Straßenräuber und Mörder werden und zur Hölle fahren, als so werden wie du! [Hesse3,711]
übertragen
Beispiel:
der Mörder seiner Ehre, ihres guten Rufs
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mord · morden · Mörder · mörderisch · Mördergrube
Mord m. ‘vorsätzliche (heimliche) Tötung’, ahd. mord (9. Jh.), mhd. mort, asächs. morð, aengl. morþ, mnd. mōrt, mnl. moort, mort, nl. moord, afries. morth, anord. morð, schwed. mord (germ. *murþa-) und aind. mṛta- ‘Tod’ sind Bildungen mit ie. to-Suffix zur Schwundstufe der Wurzel ie. *mer(ə)- ‘sterben’, einer semantischen Weiterentwicklung im Sinne von ‘aufgerieben werden’ der unter ↗mürbe (s. d.) angeführten Wurzel ie. *mer(ə)- ‘aufreiben, reiben’ (wozu auch ↗morsch, s. d.). Zur gleichen Wurzel gehören aind. mriyátē ‘stirbt’, lat. morī, aslaw. mrěti, russ. merét’ (мереть), lit. mir̃ti ‘sterben’, lat. mors (Genitiv mortis) ‘Tod’ sowie mit ie. tro-Suffix got. maúrþr, aengl. morþor, engl. murder ‘Mord’ (germ. *murþra-). Im Gegensatz zum (im germanischen Recht sühnbaren) öffentlichen Totschlag bezeichnet Mord von Anfang an die heimliche, vorsätzliche Tötung, die mit dem Tod des Mörders geahndet wird. Im Nhd. steht Mord häufig als erstes Kompositionsglied in einem das Grundwort verstärkenden, steigernden Sinne, vgl. Mord(s)hunger, -kerl, -spektakel (alle 19. Jh.), zuvor ohne Fugen-s wie in Vorbildern wie Mordgeist (Luther), -dolch (17. Jh.), -bube (18. Jh.). morden Vb. ‘jmdn. (heimlich) vorsätzlich töten’, ahd. murdren, murden (8. Jh.), morden (Hs. 12. Jh.), mhd. mürden, mörden, morden. Mörder m. ‘wer einen Mord begeht’, mhd. mordære, auch ‘Verbrecher, Missetäter’. mörderisch Adj. ‘wie ein Mörder, grausam’ (15. Jh.), seit dem 19. Jh. auch nur verstärkend im Sinne von ‘sehr, unglaublich’; vgl. mhd. mordisch, mördisch. Mördergrube f. ‘Behausung, Schlupfwinkel von Mördern’ (15. Jh.), durch Luthers Bibelübersetzung (lat. spēlunca latrōnum) verbreitet; vgl. mhd. mortgruobe. Heute nur noch in der Wendung aus seinem Herzen keine Mördergrube machen ‘ohne Umschweife, offen reden’ (19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Killer  ●  ↗Mordbube  veraltet · Mörder  Hauptform · ↗Totmacher (kindersprachlich)  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen
Zitationshilfe
„Mörder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mörder>, abgerufen am 25.05.2019.

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