Mütze, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mütze · Nominativ Plural: Mützen
Aussprache
WorttrennungMüt-ze (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Mütze‹ als Erstglied: ↗Mützchen · ↗Mützenmacher · ↗Mützenschild · ↗Mützenschirm
 ·  mit ›Mütze‹ als Letztglied: ↗Bademütze · ↗Ballonmütze · ↗Baseballmütze · ↗Baskenmütze · ↗Bischofsmütze · ↗Bommelmütze · ↗Bäckermütze · ↗Bärenfellmütze · ↗Bärenmütze · ↗Dienstmütze · ↗Feldmütze · ↗Fellmütze · ↗Golfmütze · ↗Jakobinermütze · ↗Jockeymütze · ↗Kaffeemütze · ↗Krimmermütze · ↗Matrosenmütze · ↗Nachtmütze · ↗Papiermütze · ↗Pelzmütze · ↗Pudelmütze · ↗Reisemütze · ↗Schimütze · ↗Schirmmütze · ↗Schlafmütze · ↗Skimütze · ↗Sportmütze · ↗Studentenmütze · ↗Tellermütze · ↗Wollmütze · ↗Zipfelmütze
 ·  formal verwandt mit: ↗bemützt
eWDG, 1974

Bedeutung

aus weichem Stoff oder Wolle gefertigte Kopfbedeckung mit und ohne Schirm
Beispiele:
eine bunte, schwarze, gestickte, warme Mütze
umgangssprachlicheine flotte Mütze
eine Mütze mit, ohne Schirm
die Mütze aufsetzen, abnehmen, zum Gruß ziehen
die Mütze schwenken
der Sturm riss mir die Mütze vom Kopf
der Soldat legte die Hand zum Gruß an die Mütze
der Mann mit der roten Mütze bei der Eisenbahn
übertragen
Beispiele:
umgangssprachlicheine Mütze voll Wind (= eine Brise)
saloppetw., eins auf die Mütze bekommen, kriegen (= einen Tadel, Verweis bekommen)
der Berg hat, trägt eine Mütze (= eine Schneekappe)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mütze f. ‘weich gearbeitete, krempenlose Kopfbedeckung (mit Schirm)’. Mhd. almuʒ n., ar(e)muʒ n. ‘Chorkappe der Geistlichen’, dann allgemein ‘Kopfbedeckung’, frühnhd. (mit Abfall des Wortanfangs) mütze, mycze, mutse, mutz (seit 15. Jh.) könnte wie mnd. almüsse, malmüsse, malmuse, malmutze, mutse, mutze, musse, mütze, mnl. mutse, nl. muts, afrz. aumuce, frz. aumusse auf mlat. almucium, almucia ‘geistliche Kopfbedeckung, Art Kapuze, die Kopf und Schultern bedeckt’ beruhen. Die weitere Herkunft (z. B. aus dem Arab., worauf anlautendes al- deuten könnte) ist ungewiß. Knobloch in: Diachronica 2 (1985) 263 ff. sieht dagegen in dem Ausdruck ein germ. Wort, deutet es als eine Art ‘verkürzter Umhang, Überwurf’, indem er es mit dt. mutzen ‘beschneiden, kürzen, stutzen’, Mutz ‘etw. Kurzes, Verschnittenes, Verstümmeltes’, obd. Mutze ‘Wams, Jacke’, rhein. Mutzen ‘kurzes, einfach zugeschnittenes dickes Wams für Männer’ verbindet. Die zuerst im Mlat. auftretende Vorsilbe al- entspreche lat. ad-, so daß mlat. almucium als ‘Zugeschnittenes’ zu erklären wäre.

Thesaurus

Synonymgruppe
Cap · ↗Haube · ↗Hut · ↗Kappe · Mütze
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anorak Bart Handschuh Helm Hose Hut Jacke Kappe Kapuze Kokarde Mantel Ohrenklappe Pullover Schal Schirm Sonnenbrille Stiefel Stirn Stirnband T-Shirt abnehmen aufhaben aufsetzen blau gezogen kariert phrygisch rot weiß wollen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mütze‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und wir kriegen ständig für unsere finanziellen Probleme auf die Mütze.
Bild, 03.03.2005
Auf den blonden Haaren trug sie eine blaue gestrickte Mütze.
Pressler, Mirjam: Malka Mai, Weinheim Basel: Beltz & Gelberg 2001, S. 72
Doch ganz wird sich der Mann mit der karierten Mütze nicht zurückziehen.
Der Tagesspiegel, 25.01.2000
Zu manchen Zeiten hatten sie eine bestimmte Form von Mützen zu tragen.
Heine, Peter: Kleidung. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 776
Die Mütze im Park, die auf die Spur des alten Bauern geführt hatte, war belanglos gewesen.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 887
Zitationshilfe
„Mütze“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mütze>, abgerufen am 20.11.2019.

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