Macht, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Macht · Nominativ Plural: Mächte
Aussprache
Wortbildung mit ›Macht‹ als Erstglied: ↗Machtanspruch · ↗Machtantritt · ↗Machtapparat · ↗Machtbedürfnis · ↗Machtbefugnis · ↗Machtbereich · ↗Machtblock · ↗Machtergreifung · ↗Machterhaltung · ↗Machtfaktor · ↗Machtfrage · ↗Machtgelüst · ↗Machtgelüste · ↗Machtgier · ↗Machtgruppe · ↗Machthaber · ↗Machthunger · ↗Machtinstrument · ↗Machtkampf · ↗Machtmensch · ↗Machtmissbrauch · ↗Machtmittel · ↗Machtmonopol · ↗Machtorgan · ↗Machtpolitik · ↗Machtpolitiker · ↗Machtposition · ↗Machtprobe · ↗Machtrausch · ↗Machtspiel · ↗Machtspielchen · ↗Machtspruch · ↗Machtstaat · ↗Machtstellung · ↗Machtstreben · ↗Machtstruktur · ↗Machtträger · ↗Machtverhältnis · ↗Machtverschiebung · ↗Machtverteilung · ↗Machtvollkommenheit · ↗Machtwechsel · ↗Machtwille · ↗Machtwillen · ↗Machtwort · ↗Machtübernahme · ↗Mächtegruppe · ↗Mächtegruppierung · ↗machtbesessen · ↗machtbewusst · ↗machtgeil · ↗machtgierig · ↗machthungrig · ↗machtlos · ↗machtvoll · ↗mächtig
 ·  mit ›Macht‹ als Letztglied: ↗Achsenmacht · ↗Allmacht · ↗Amtsmacht · ↗Arbeiter-und-Bauern-Macht · ↗Atommacht · ↗Besatzungsmacht · ↗Blockademacht · ↗Definitionsmacht · ↗Deutungsmacht · ↗Einkaufsmacht · ↗Entscheidungsmacht · ↗Feindesmacht · ↗Friedensmacht · ↗Führungsmacht · ↗Garantiemacht · ↗Gegenmacht · ↗Geldmacht · ↗Gestaltungsmacht · ↗Großmacht · ↗Handelsmacht · ↗Hauptmacht · ↗Hausmacht · ↗Heeresmacht · ↗Hegemonialmacht · ↗Herrschermacht · ↗Himmelsmacht · ↗Industriemacht · ↗Interpretationsmacht · ↗Kolonialmacht · ↗Kontinentalmacht · ↗Kriegsmacht · ↗Landmacht · ↗Liebesmacht · ↗Luftmacht · ↗Marktmacht · ↗Medienmacht · ↗Militärmacht · ↗Mittelmacht · ↗Mittelmächte · ↗Nachfragemacht · ↗Naturmacht · ↗Nuklearmacht · ↗Obermacht · ↗Ohnmacht · ↗Okkupationsmacht · ↗Regierungsmacht · ↗Regionalmacht · ↗Schutzmacht · ↗Schwellenmacht · ↗Seemacht · ↗Siegermacht · ↗Sowjetmacht · ↗Staatsmacht · ↗Streitmacht · ↗Supermacht · ↗Verfügungsmacht · ↗Verhandlungsmacht · ↗Vertretungsmacht · ↗Vetomacht · ↗Volksmacht · ↗Vollmacht · ↗Wehrmacht · ↗Weltmacht · ↗Westmächte · ↗Willensmacht · ↗Wirkungsmacht · ↗Wirtschaftsmacht · ↗Zaubermacht · ↗Zentralmacht · ↗Zivilmacht · ↗Übermacht
 ·  mit ›Macht‹ als Binnenglied: ↗Viermächteabkommen · ↗Viermächtebesprechung  ·  mit ›Macht‹ als Grundform: ↗entmachten
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
nur im Singular
Herrschaft von Menschen über Menschen
a)
Herrschaft über andere, Staatsmacht
Beispiele:
die politische, ökonomische, staatliche Macht
die Macht ausüben, festigen, (in den Händen) haben
die Macht der Rating-Agenturen brechen
die Macht der Arbeiterklasse errichten
die Ausübung der Macht mittels des Staates
wer hat die Macht im Staat?
Alle Macht dient dem Wohle des Volkes [Verfassung DDR10]
Regierungsgewalt, Regierung
Beispiele:
die Macht an sich reißen
die Macht ergreifen
zur, an die Macht kommen
das Militär ist jetzt (wieder)an der Macht
die Putschisten bleiben nicht lange an der Macht
jmdn. an die Macht bringen
b)
Befugnis, über etw., jmdn. zu bestimmen
Beispiele:
das steht nicht, liegt nicht in seiner Macht
da hört seine Macht auf
er hat die Macht zu tun, was er will
er lässt sie seine Macht fühlen
seine Macht gebrauchen, ausspielen
er stand auf dem Gipfel seiner Macht
keine Macht der Welt kann ihn von ihr trennen
sprichwörtlich Wissen ist Macht
Und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen [SchillerTellII 2]
Einfluss
Beispiele:
Macht über jmdn. haben, bekommen
das ist die Macht der Gewohnheit, der Verhältnisse
etw. übt eine unwiderstehliche Macht auf die Gemüter aus
2.
nur im Singular
Kraft, Stärke
Beispiele:
die Macht des Anpralls, der Wassermassen
die Macht der Liebe, des Glaubens
er stemmte sich mit aller Macht dagegen
er warf es mit aller Macht von sich
etw. kommt mit Macht über jmdn.
der Frühling kommt mit Macht (= schnell)
3.
politisch und wirtschaftlich einflussreicher Staat
Beispiele:
die Mächte des Weltfriedenslagers
eine Macht ersten, zweiten Ranges
eine befreundete, feindliche Macht
der Agent hatte für eine ausländische Macht gearbeitet
einflussreiche Gruppe von Menschen
Beispiel:
die Mächte der Reaktion
Heer, Truppe
Beispiel:
[eine] in ungezählten Gefechten und Schlachten gestählte bewaffnete Macht ... die Achte Marscharmee [Weiskopf8,249]
4.
von menschlicher Vorstellung geschaffenes Wesen, geheimnisvolle Kraft
Beispiele:
die Mächte der Unterwelt, Tiefe, Finsternis
böse, dunkle, geheimnisvolle Mächte
an eine überirdische Macht glauben
eine Verschwörung teuflischer Mächte
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Macht · Machthaber · Machtwort · machtvoll · Seemacht
Macht f. ‘Vermögen, Herrschaft, Gewalt, Kraft, Stärke’, ahd. maht ‘Vermögen, Körperkraft, Anstrengung, Gewalt, Vollmacht, Menge, Fülle’ (8. Jh.), auch ‘männliche Genitalien’ (9./10. Jh., neben den Kollektivbildungen ahd. gimaht, mhd. gemaht, nhd. Gemächt), mhd. maht, asächs. maht, mnd. mnl. macht, afries. mecht, macht, aengl. miht, engl. might, got. mahts (germ. *mahti-) ist ein mit ti-Suffix gebildetes Abstraktum (i-Stamm) zu den unter ↗mögen (s. d.) genannten Verbformen; vgl. dazu (mit tu-Suffix) anord. māttr m. ‘Macht, Kraft, Gesundheit’. Machthaber m. ‘Gewaltausübender, Diktator’ (16. Jh.). Machtwort n. ‘befehlende, eine Entscheidung herbeiführende Rede’ (16. Jh.). machtvoll Adj. ‘mächtig, kräftig’ (18. Jh.). Seemacht f. ‘Staat mit großer Flotte, bedeutenden Seestreitkräften’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beherrschung · ↗Gewalt · ↗Herrschaft · Macht · ↗Machtausübung · ↗Stärke  ●  ↗Power  ugs., engl.
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Assoziationen
Mathematik
Synonymgruppe
Macht · ↗Mächtigkeit · ↗Potenz

Typische Verbindungen
computergeneriert

Arroganz Einfluß Geist Geld Kampf Ohnmacht Reichtum Stehende Wille Zentrum abgeben ausländisch ausüben bewaffnet brechen drängen dunkel ergreifen fremd gelangen imperialistisch militärisch politisch reißen verhelfen vier weltlich westlich wirtschaftlich übernehmen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Macht‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Danach würde ihn keine Macht der Welt mehr von seinem Vorhaben abbringen.
Schulze, Ingo: Neue Leben, Berlin: Berlin Verlag 2005, S. 636
Folgerichtig brachte das Land die Kommunisten 1946 in freien Wahlen an die Macht.
Die Zeit, 20.12.1996, Nr. 52
Dann aber, in der lateinisch-christlichen Kultur, wuchs seine Macht ruckweise mit dem Bekanntwerden seiner Schriften.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 20328
Sein ganzes Denken ist beherrscht von der Idee der einheitlichen die Welt durchdringenden göttlichen Macht.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. III. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1901], S. 24682
Daher ist die volle Macht auf Erden erst in der Verbindung beider Götter enthalten.
Meyer, Eduard: Geschichte des Altertums, Bd. I,2. In: Geschichte des Altertums, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1884], S. 19190
Zitationshilfe
„Macht“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Macht>, abgerufen am 22.10.2019.

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