Magd, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Magd · Nominativ Plural: Mägde
Aussprache
Wortbildung mit ›Magd‹ als Letztglied: ↗Altmagd · ↗Bauernmagd · ↗Dienstmagd · ↗Großmagd · ↗Gänsemagd · ↗Hausmagd · ↗Kindsmagd · ↗Kuhmagd · ↗Küchenmagd · ↗Stallmagd
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
veraltend weibliche Person, die in einer privaten bäuerlichen Wirtschaft in einem Arbeitsverhältnis steht und die niederen, schweren Arbeiten verrichtet
Beispiele:
die Knechte und Mägde eines Bauernhofs
sie diente als Magd auf einem Gut
Serno beschäftigt schon wieder zwei Mägde und einen Kutscher [StrittmatterBienkopp15]
2.
Religion Jungfrau Maria
Beispiel:
Christ, Herre, den die Magd gebar [GoesSankt-Galler Spiel6]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Magd f. ehemals ‘Landarbeiterin’, auch ‘Dienerin, Mädchen für grobe Arbeiten’, ahd. magad ‘Mädchen, Jungfrau’ (8. Jh.), mhd. maget, magt (kontrahiert mait, meit, s. ↗Maid) ‘Jungfrau’ (besonders auch für Maria, die Gottesmutter), ‘unfreies Mädchen, Dienerin’, asächs. magað, mnd. māget, mnl. māghet, nl. maagd, afries. mageth, megeth, aengl. mæg(e)þ, engl. maid(en), got. magaþs ‘Jungfrau’ (germ. *magaþi-, *magiþi-), mit ie. ti-Suffix gebildetes Femininum zum Stamm ie. *magho- (germ. *maga-), Ausgangsbedeutung etwa ‘junge Weiblichkeit’. Vgl. den zugehörigen u-Stamm ie. *maghu- ‘Knabe, Jüngling, unverheiratet’ (germ. *magu-) mit asächs. aengl. magu ‘Sohn, Mann, Diener’, anord. mǫgr ‘Sohn, Knabe’, got. magus ‘Knabe’, wozu die feminine Weiterbildung got. mawi ‘Mädchen’. Außergerm. sind verwandt awest. maγava- ‘unverheiratet’, kelt. *magus (in gall. Personennamen wie Magurīx), air. maug, mug ‘Sklave’. S. die Deminutivbildungen ↗Mädchen, ↗Mädel.

Thesaurus

Synonymgruppe
Dienstmagd · Magd
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Dienerin · ↗Dienstmagd · Magd · ↗Zofe
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bauer Bäuerin Diener Dienerin Erzählung Gärtner Herrin Knappe Knecht Kutscher Köchin Landarbeiter Report Tagelöhner Theologie Vieh Wirtin arglistig degradieren demütig dienend dienstbar drall geschwängert getreu pfiffig schwängern thrakisch verdingen vermachen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Magd‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dabei hatte er mit der hinkenden Magd zusammen oft die Hühner gefüttert.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 271
Die Ehe zerbrach und die Magd zog auf dem Hof ein.
Bild, 16.02.2004
Da plärrten die Mägde in der Küche ein rührseliges Lied.
Süddeutsche Zeitung, 10.11.2000
Schneller als sonst sprang die Magd mit trockenen Tüchern bei.
Betzner, Anton: Der Kohlhöfer. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 170
Aber die Magd, die den Teller davontrug, brachte ihn unberührt wieder zurück.
Ganghofer, Ludwig: Der Dorfapostel, Stuttgart: Adolf Bonz 1917 [1900], S. 133
Zitationshilfe
„Magd“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Magd>, abgerufen am 19.01.2019.

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