Magie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Magie · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungMa-gie (computergeneriert)
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Magie‹ als Erstglied: ↗Magier
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
vermeintliche Fähigkeit, durch sogenannte übernatürliche Kräfte geheimnisvolle Wirkungen hervorzubringen, Zauberkunst, Zauberei
Beispiele:
an die Magie glauben
die schwarze Magie (= Beschwörung böser Geister)
Nach Klarheit strebt das Denken, Magie betreibt man im Halbdunkel [KlempererLTI109]
Es möchte kein Hund so länger leben! / Drum hab ich mich der Magie ergeben [GoetheFaustI 377]
Zauberkunststücke im Varieté, Taschenspielerei
Beispiel:
er ist ein Meister der Magie
2.
Zauberkraft
Beispiele:
etw. übt eine Magie auf jmdn. aus
so glaubte er ... an die wunscherfüllende Magie fallender Sterne [A. ZweigClaudia106]
die Magie der militärischen Worte überwältigte ihn [St. ZweigNovellen1,55]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Magier · Magie · magisch
Magier m. ‘Beschwörer, Zauberer’. Lat. magus, griech. mágos (μάγος) bezeichnet ein Mitglied der medischen Priesterkaste, dann den ‘Traumdeuter, Zauberer, Betrüger’. Zugrunde liegt apers. Magus, der Name eines Volksstammes mit priesterlichen Obliegenheiten. Im 16. Jh. wird Magus ‘Zauberer’ ins Dt. aufgenommen (mit lat. Flexion bzw. Endung noch im 19. Jh.). Daneben wird der Plural lat. magī zu Magier eingedeutscht und daraus ein neuer, gleichlautender Singular gebildet (Ende 18. Jh.). Magie f. ‘Beschwörung geheimnisvoller Kräfte, Zauberkunst’, Entlehnung (16. Jh.) von lat. magīa, griech. magé͞ia, magía (μαγεία, μαγία) ‘Lehre der Magier, Zauberei’. magisch Adj. ‘die Magie betreffend, unwiderstehlich, geheimnisvoll’ (16. Jh.), lat. magicus, griech. magikós (μαγικός).

Thesaurus

Synonymgruppe
Hexenwerk · Magie · ↗Voodoo · Zauberkunde · ↗Zauberkunst  ●  ↗Zauberei  Hauptform · ↗Hexerei  ugs. · ↗Hokuspokus  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
(das) gewisse Etwas · ↗Aura · ↗Flair · ↗Fluidum · Magie · ↗Verzauberung · ↗Zauberkraft · bezaubernde Wirkung · magische Kraft · übernatürliche Wirkung  ●  (etwas) kaum Benennbares  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Aura · Magie · ↗Zauber
Unterbegriffe
  • Schadenszauber · Schwarze Magie · Voodoo-Zauber · Voudou-Zauber · Wodu-Zauber

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aberglaube Akrobatik Alchemie Artistik Astrologie Beschwörung Billige Clownerie Comedy Hauch Hexerei Kult Magie Mysterium Mystik Mythe Mythos Okkultismus Ritus Taktstock Wunderwelt Zauber Zauberei Zusammenklang beschwören entfalten heidnisch pur schwarz versprühen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Magie‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Magie einer Empfindung aber, die von sich aus dem Leben das Gesetz gibt, ist ihm fremd.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 405
Wenigen ist es gelungen, auch später, sich der Magie des Lehrers zu entziehen.
Die Welt, 12.04.2003
Zur Begründung hieß es, die Bücher verherrlichten die Schwarze Magie.
Der Tagesspiegel, 04.07.2000
Das die Spannung mildernde Relief wagt sich erst einige Generationen später in die hehre Magie dieser Räume.
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 244
Die Magie, welche die verborgenen Kräfte der Dinge erkennt, ist die höchste Wissenschaft.
Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 11208
Zitationshilfe
„Magie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Magie>, abgerufen am 21.04.2019.

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