Magnetismus, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Magnetismus · wird nur im Singular verwendet
WorttrennungMa-gne-tis-mus · Mag-ne-tis-mus
HerkunftGriechisch
Wortbildung mit ›Magnetismus‹ als Letztglied: ↗Elektromagnetismus · ↗Ferrimagnetismus · ↗Ferromagnetismus · ↗Heilmagnetismus · ↗Paramagnetismus
eWDG, 1974

Bedeutung

Physik Lehre vom magnetischen Feld und dem Verhalten der Materie in diesem, Fähigkeit, andere Metalle anzuziehen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Magnet · magnetisch · magnetisieren · Magnetismus
Magnet m. Eisen- oder Stahlstück bzw. stromdurchflossene Spule mit Eisenkern mit der Kraft, bestimmte Metalle anzuziehen. Zum Namen der thessalischen Landschaft Magnēsía (Μαγνησία), die im Altertum als besonders reich an magnetischen Erzen galt, sind gebildet griech. Mágnēs (líthos) (Μάγνης λίθος), lat. Magnēs (lapis) ‘Magnetstein’, woraus mhd. magnes, und griech. Magnḗtis (líthos) (Μαγνῆτις λίθος), lat. Magnētis (lapis), woraus mhd. magnēt(e), nhd. Magnet (Paracelsus). magnetisch Adj. ‘von der Wirkung eines Magnetsteins, Anziehungskraft besitzend’ (16. Jh.), mlat. magneticus. magnetisieren Vb. ‘magnetisch machen, Anziehungskraft verleihen’ (17. Jh.). Magnetismus m. ‘Lehre vom magnetischen Feld’ (19. Jh.); vorher Bezeichnung für das scheinbar geheimnisvolle Wirken und Zusammenspiel der Naturkräfte (18. Jh.) und, daran anknüpfend, für die (überholte, vom deutschen Arzt F. A. Mesmer 1766 begründete) Heilpraktik, die auf der angeblichen magnetischen Kraft des Menschen beruht.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Akustik Elektrizität Elektrizitätslehre Erfinder Galvanismus Korrelation Körper Lehre Licht Mechanik Optik Phänomen Schwerkraft Supraleitung Theorie Wärme animalisch ausüben entfalten erotisch erzeugen geheimnisvoll persönlich tierisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Magnetismus‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er hatte die fixe Idee, mit Magnetismus irgend etwas zum Abheben zu bringen.
Die Zeit, 24.01.1997, Nr. 5
Von ihr würde »ein unwiderstehlicher Magnetismus auf andere Zonen« ausgehen.
o. A.: 1947. In: Overresch, Manfred u. Saal, Friedrich Wilhelm (Hgg.) Deutsche Geschichte von Tag zu Tag 1918-1949, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1986], S. 22602
Das ist der Magnetismus des Films, in dessen Spannungsfeld sich alles andere abspielt.
Süddeutsche Zeitung, 10.01.2001
Sein Magnetismus greift auf den anderen Stab über, und der Zeiger schlägt aus.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 113
Goethes Forschungen im Magnetismus vollends greifen deutlich in das Werk selbst ein.
Benjamin, Walter: Goethes Wahlverwandtschaften. In: Tiedemann, Rolf u. Schweppenhäuser, Hermann (Hgg.) Gesammelte Schriften, Bd. 1,2, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1980 [1925], S. 139
Zitationshilfe
„Magnetismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Magnetismus>, abgerufen am 15.10.2019.

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