Mahd, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Mahd · Nominativ Plural: Mahden · wird meist im Singular verwendet
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Mahd‹ als Letztglied: ↗Grasmahd · ↗Grummetmahd · ↗Heumahd · ↗Roggenmahd

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. das Mähen
  2. 2. das Gemähte
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
das Mähen
Beispiele:
die Mahd der Wintergerste, Ölfrüchte
die Mahd hat begonnen, ist abgeschlossen
nach der Mahd wird das Feld sofort geschält
die erste, zweite Mahd (= Heuernte)
Das Gras stand reif zur Mahd [ Th. MannKönigl. Hoheit7,277]
2.
das Gemähte
Beispiel:
die Mahd umwenden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mahd · Mähder
Mahd f. ‘Heu-, Getreideschnitt, das Gemähte’, ahd. māda (9. Jh.), mhd. māt (Genitiv mādes) n. f. ‘das Mähen, Heuernten, Heu, Wiese’, mnd. māde ‘zu mähende Wiese’, aengl. mǣþ, engl. (mundartlich) math ‘das Mähen, Mahd’ (vgl. engl. after-, lattermath ‘Grummet’), germ. *mēþa- sind wie griech. ámētos (ἀμητος) ‘Ernte, Ernteertrag’ Bildungen mit Dentalsuffix zur Verbalwurzel ie. *mē- ‘mähen’ (s. ↗mähen1). Dazu Mähder m. ‘Schnitter’, ahd. mādāri, māderi (um 1000), mhd. mādære, māder, wofür nhd. Mäher (s. ↗mähen1).

Thesaurus

Synonymgruppe
Mahd · ↗Mähen · ↗Schur  ●  ↗Heuernte  Hauptform · ↗Schnitt  ugs.
Unterbegriffe
  • Grummet · zweite Heuernte · zweite Mahd · zweite Schur · zweiter Schnitt  ●  ↗Emd(e)  fachspr., regional, Jargon · ↗Ettgrön  fachspr., regional, Jargon · ↗Öhmd  fachspr., regional, Jargon

Typische Verbindungen zu ›Mahd‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mahd‹.

Verwendungsbeispiele für ›Mahd‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei vielen von ihnen verlangt der Gesetzgeber nämlich die jährliche Mahd.
Die Zeit, 16.10.1995, Nr. 42
Teile der bei der Mahd getöteten Tiere kommen nämlich häufig ins Futtersilo und verderben das Futter.
Süddeutsche Zeitung, 17.06.1998
Sie beginnt bei der nächsten Mahd und hört nicht einen Augenblick auf zu werken.
Christ, Lena: Die Rumplhanni. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1917], S. 17505
Harter kuchenartiger Pressrasen von der letzten Mahd fällt beim Schieben unten raus.
Der Tagesspiegel, 06.06.2004
Die Mahd darf in vielen Fällen erst im August beginnen, wenn die Bodenbrüter unter den Vögeln ihre Jungen aufgezogen haben.
Die Welt, 30.05.2000
Zitationshilfe
„Mahd“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mahd>, abgerufen am 02.12.2020.

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