Mahl, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Mahl(e)s · Nominativ Plural: Mahle/Mähler
Aussprache
Wortbildung mit ›Mahl‹ als Letztglied: ↗Abendmahl · ↗Festmahl · ↗Freudenmahl · ↗Frühmahl · ↗Gastmahl · ↗Göttermahl · ↗Herrenmahl · ↗Hochzeitsmahl · ↗Leichenmahl · ↗Liebesmahl · ↗Mittagmahl · ↗Mittagsmahl · ↗Nachtmahl · ↗Opfermahl · ↗Schlemmermahl · ↗Siegesmahl · ↗Spätmahl · ↗Totenmahl
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben
1.
die zum Essen, für die Essenszeit zubereiteten Speisen, die Mahlzeit
Beispiele:
sein Mahl kochen, bereiten
das Mahl einnehmen, verzehren
ein erlesenes, üppiges, lukullisches, bescheidenes, karges, dürftiges Mahl zu sich nehmen
die Reste des Mahles abräumen
2.
die (gemeinsame) Einnahme der Speisen, das Essen, die Mahlzeit
Beispiele:
den Tisch zum Mahl richten
zum festlichen Mahl zusammenkommen
dichterisch die Becher kreisen beim fröhlichen Mahl
Nach dem Mahl spülte jeder in einem Becken ... seinen Teller und sein Geschirr ab [KasackStadt176]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Mahl · Mahlzeit
Mahl n. ‘Essen, Einnahme eines Essens’, mhd. māl ‘Gastmahl, Mahlzeit’. Ahd. mhd. māl ‘Zeitpunkt’ (s. ↗Mal) entwickelt in mhd. Zeit über ‘Zeitpunkt des Essens, zu einer festgesetzten Zeit aufgetragenes Essen’ die Bedeutung ‘Essen, Speise’ (wie auch nl. maal, engl. meal, schwed. mål ‘Essen, Mahlzeit’). Schreibweise mit h zur Unterscheidung von ↗Mal und ↗Mal kommt im 17. Jh. auf. Mahlzeit f. ‘Essen, Essenszeit’ (15. Jh.). In der Wunschformel vor und nach dem Essen gesegnete Mahlzeit! (18. Jh.) entstanden aus Gott segne die Mahlzeit; auch prosit Mahlzeit!, kurz Mahlzeit.

Thesaurus

Synonymgruppe
Essen · ↗Gericht · Mahl · ↗Mahlzeit · ↗Speise
Oberbegriffe
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fastenbrechen Jünger Kriminalhauptkommissar Mahl Würze abendlich ausgiebig deftig eucharistisch exquisit festlich frugal fünfstündig herzhaft karg kärglich köstlich lecker lukullisch messianisch mitternächtlich opulent reichhaltig schmackhaft sättigend verzehren vorsetzen zubereiten zubereitet üppig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Mahl‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man verzehre ein besonderes Mahl, das ausschließlich von Männern zubereitet werde.
Der Tagesspiegel, 13.07.2001
Zu einem reichen Mahl ließen sie sich den Wein schmecken.
Süddeutsche Zeitung, 01.09.2000
Wenn sie leicht gepolstert sind, wird das die Freude an einem guten Mahl nur steigern.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 40
Und dieser Tisch wurde gleich zu Beginn des Mahles rege.
Kolbenheyer, Erwin Guido: Paracelsus, München: J. F. Lehmanns 1964 [1917], S. 121
Es war ein gemütliches kleines Mahl mit nur wenigen, aber auserlesenen Gästen.
Suttner, Bertha von: Autobiographie. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 8700
Zitationshilfe
„Mahl“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Mahl>, abgerufen am 25.04.2019.

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