Maid, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Maid · Nominativ Plural: Maiden
Aussprache
eWDG, 1974

Bedeutung

dichterisch Mädchen
Beispiele:
Und wie ich schau', die Maid ich fand [Heine1,14]
Wie die unser Marienbild gesehen haben, Vater, haben sie geschrien: »Seht ihr sie, die himmlische Maid! ...« [WeismantelRiemenschneider243]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Maid f. ‘Mädchen’, mhd. mait, meit ‘Jungfrau, unfreies Mädchen, Dienerin’, die kontrahierte Form von mhd. maget (s. ↗Magd), frühnhd. Meid (deminutiv Meidlein) verliert sich im Laufe des 16. Jhs. In der romantischen Dichtung wird der Ausdruck verschiedentlich neu belebt und zu Beginn des 20. Jhs. auf die Schülerinnen landwirtschaftlicher Haushaltsschulen bezogen.

Thesaurus

Synonymgruppe
(junges) Ding · ↗Mädchen · junge Dame  ●  ↗Deern  norddeutsch · ↗Dirn(e)  veraltet, regional · ↗Fräulein  veraltet · Maid  veraltet, poetisch · junge Frau  Hauptform · ↗Girl  ugs. · ↗Mädel  ugs.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • (eine) Lolita · ↗Kindfrau · ↗Unschuldsengel  ●  süßes Früchtchen  fig. · Nymphchen  geh. · ↗Nymphe  geh., bildungssprachlich
Assoziationen
  • Lehrling  ●  ↗Auszubildende  weibl. · Auszubildender  männl. · ↗Lehrmädchen  österr., bair., veraltet, weibl. · ↗Lehrtochter  schweiz., weibl. · Lernender  schweiz. · Abundzubi  ugs., abwertend, selten · ↗Azubi  ugs., Kurzform · Azubiene  ugs., weibl. · Azubine  ugs., weibl. · ↗Stift  ugs., veraltend
  • junge Dame · unverheiratete Frau  ●  ↗Demoiselle  veraltet, franz. · ↗Fräulein  veraltet · ↗Mademoiselle  franz.
  • Mädchengymnasium  ●  ↗Lyzeum  regional
  • Teen · ↗Teenager (weibl.) · ↗Teenie  ●  ↗Backfisch  veraltet · ↗Jugendliche  Hauptform, weibl. · junges Ding  weibl. · ↗Kid  ugs., engl.
  • (die) Jugend · junge Leute · junge Menschen · junges Volk · nachwachsende Generationen  ●  (die) Jungschen  ugs., regional · junges Gemüse  ugs., scherzhaft-ironisch, fig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Haar Jüngling blond drall hold hübsch irisch nackt nobel schön

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Maid‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hintenrum ist bei der drallen Maid aber alles beim Alten.
Bild, 16.04.2004
Die Forscher aus Ulm denken daher über alternative Anwendungen der für Maid entwickelten Technik nach.
Süddeutsche Zeitung, 19.06.2001
Fröhlich grinsend blickt er auf sein Gegenüber, eine hübsche Maid.
Die Zeit, 10.06.1999, Nr. 24
Den Maiden müssen sichere Wertmaßstäbe in den Dingen des Geschmacks geboten werden.
o. A.: Dokument 4: Vorbemerkung zu einer Sonderausgabe desReichsarbeitsdienstes. In: Bräuer, Hasso (Hg.) Archiv des deutschen Alltagsdesigns, Berlin: Directmedia Publ. 2002 [1941], S. 121
Man fand neben der stolzen Maid eine Mischung von Weinpalmenfrucht und gemahlenem Zinnober in der Schale eines winzig kleinen Kürbis.
Volkland, Alfred: Überall gern gesehen. In: Zillig, Werner (Hg.) Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1941], S. 22760
Zitationshilfe
„Maid“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Maid>, abgerufen am 16.12.2018.

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