Majoritätsprinzip, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
WorttrennungMa-jo-ri-täts-prin-zip
WortzerlegungMajoritätPrinzip
eWDG, 1974

Bedeutung

Prinzip, nach dem derjenige Kandidat als gewählt gilt, der die absolute oder relative Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte
Beispiel:
nach dem Majoritätsprinzip wählen, abstimmen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Für die anderen Gemein den, außer den großen Städten, galt das Majoritätsprinzip mit einem Wahlgang.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1959]
Tatsächlich geht aber die Satzung der Vereinten Nationen vom Majoritätsprinzip aus.
Die Zeit, 03.04.1947, Nr. 14
Höchstens wird sie noch bei Stimmengleichheit einer Wahl als Ergänzung des Majoritätsprinzips angewandt, aber auch nicht mehr bei wichtigen Ämtern.
Eschenburg, Theodor: Staat und Gesellschaft in Deutschland, Stuttgart: Schwab 1957 [1956], S. 145
Auch seinen Ausführungen über die notwendige Beziehung zwischen Nationalitätsgedanken und Majoritätsprinzip möchte ich beistimmen.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1927, S. 476
Selbstverständlich hat aber nichtsdestoweniger die charismatische Herrschaftsstruktur mit dieser Art der Nachfolgebestimmung, sobald das Majoritätsprinzip durchdringt, die Bahn zum eigentlichen Wahlsystem betreten.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 691
Zitationshilfe
„Majoritätsprinzip“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Majoritätsprinzip>, abgerufen am 17.10.2019.

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