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Makel, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Makels · Nominativ Plural: Makel
Aussprache 
Worttrennung Ma-kel
Wortbildung  mit ›Makel‹ als Erstglied: makelhaft · makellos  ·  mit ›Makel‹ als Letztglied: bemakeln
eWDG

Bedeutung

gehoben Unvollkommenheit, Mangel, Fehler
Beispiele:
ein schwerer, böser Makel
jmd., etw. ist ohne Makel
an ihr ist kein Makel
Schandfleck
Beispiele:
jmdm. einen Makel anhängen
der Makel des Trunkes haftet ihm an
etw. wird als Makel empfunden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Makel · makellos
Makel m. ‘Schandfleck, Fehler’, spätmhd. makel m., entlehnt aus lat. macula f. ‘Lücke, Loch, Fleck, Schandfleck, Mal’. Mask. und (dem Lat. folgend) fem. Gebrauch bestehen lange nebeneinander, bis sich das mask. Genus (wohl nach Fleck, Fehler, Tadel) im 18. Jh. durchzusetzen beginnt. S. auch Makulatur. makellos Adj. ‘fehlerlos, ohne Fehl, rein’ (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Beleidigung fürs Auge · Makel · Schandfleck · Schandmal · Schönheitsfehler
Synonymgruppe
(geringer) Makel · Schönheitsfehler · kleine Macke · kosmetischer Fehler · kosmetischer Makel · kosmetischer Mangel · unwesentliche Beeinträchtigung
Assoziationen
Synonymgruppe
Beeinträchtigung · Beschädigung · Defekt · Fehler · Knacks · Läsur · Makel · Riss · Schaden · Sprung
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Makel‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Makel‹.

Verwendungsbeispiele für ›Makel‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Darin liegt aber keinesfalls der größte Makel gemessen an der Architektur anderer Systeme. [C't, 1998, Nr. 1]
Das empfindet er auch heute, mit 61 Jahren, noch als Makel. [Die Zeit, 05.11.1998, Nr. 46]
Diesen Makel kompensierte er, indem er durch eifrige Lektüre nachzuholen versuchte, was er früher versäumt hatte. [Die Zeit, 07.10.2013, Nr. 40]
Die Kritiker verweisen außerdem auf die technischen Makel der neuen Methode. [Die Zeit, 19.08.2013, Nr. 33]
Der Makel wird um so größer, wenn es sich um einen Mann handelt, der vermöge seiner hervorragenden Stellung dienstlich und moralisch vorbildlich wirken soll. [Friedländer, Hugo: Der Beleidigungsprozeß des Berliner Stadtkommandanten, Generalleutnant z.D. Graf Kuno von Moltke gegen den Herausgeber der »Zukunft« Maximilian Harden. In: ders., Interessante Kriminal-Prozesse, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1920], S. 4201]
Zitationshilfe
„Makel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Makel>.

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