Makrone, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Makrone · Nominativ Plural: Makronen
Aussprache  [maˈkʀoːnə]
Worttrennung Ma-kro-ne · Mak-ro-ne
Wortbildung  mit ›Makrone‹ als Erstglied: Makronengebäck  ·  mit ›Makrone‹ als Letztglied: Haselnussmakrone · Kokosmakrone
Herkunft aus macaronfrz ‘Mandeltörtchen’ < (mundartlich) maccaroneital ‘Röhrennudel’, älter auch ‘Kloß’ (Makkaroni)
Dieses Stichwort finden Sie im DWDS-Weihnachtsglossar.
ZDL-Vollartikel

Bedeutungen

1.
Kokosmakronen
Kokosmakronen
(Jessica, CC BY 2.0)
Mandelmakronen
Mandelmakronen
(Bente, CC0)
dickes, außen knuspriges und innen meist weiches Plätzchen¹ aus Eischnee (selten Eigelb) und unterschiedlichen Zutaten, meist gemahlenen Mandeln, Nüssen, Kokosraspeln, Marzipan o. Ä.
Beispiele:
Mit [wegen der vielen Kalorien] mehr oder weniger schlechtem Gewissen genießen wir in der Adventszeit saftige Christstollen, knusprige Spekulatius und auch zarte Makronen. [Der Standard, 16.11.2015]
Außerdem biete es sich an, die Makronen in Verbindung mit Ausstechplätzchen zu backen, für die man Eigelb zum Bestreichen braucht. Dann kann nämlich gleich das Eiweiß für die Kokosmakronen zur Seite gelegt werden. [Thüringer Allgemeine, 15.12.2014]
Seine Spezialität ist eine Makrone aus gemahlenen Haselnüssen. Die ist schön weich, schmeckt kräftig nach Nuss und ist bei den Kunden sehr beliebt. [Aachener Zeitung, 03.08.2019]
Das Rezept für Makronen ist denkbar einfach. Die Grundmasse besteht aus geschlagenem Eiweiß, bisweilen Eigelb und einer ordentlichen Portion Zucker. Dieser werden die Geschmackszutaten wie Kokosraspeln, Marzipan, Mandeln oder Haselnüsse zugegeben. Varianten gibt es viele, wie zum Beispiel die Eigelbmakronen aus der Schweiz. Sie bestehen aus Marzipanrohmasse, Zucker und Eigelb, welches das Eiklar ersetzt. [Kokosmakronen Rezept: Die süß-luftige Verführung ganz einfach selbst backen, 12.11.2011, aufgerufen am 01.09.2020]
Dass die Makronen auch mit dem Grundrezept später nicht austrocknen und sich der Besuch nicht die Zähne daran ausbeißt, lässt sich schon mit einer einfachen Maßnahme verhindern. »[…] es [ist] ratsam, die Makronenmasse vor dem Backen abzurösten«, erklärt F[…]. Das bedeutet, dass die Masse in einem Topf unter ständigem Rühren auf rund 70 Grad erwärmt wird, damit sich der Zucker richtig lösen kann und das fertige Produkt später schön saftig wird. Danach werden die Makronen in kleinen Häufchen auf Oblaten oder direkt auf dem Backpapier portioniert, um sie schließlich richtig zu backen[…]. [Hamburger Abendblatt, 12.12.2009]
allgemeiner meist süßes Gebäck aus einer Masse aus Eiklar oder Eischnee und unterschiedlichen Zutaten
Beispiele:
Bei den in Deutschland lebenden Italienern ist […] die oft mit kandierten Früchten zubereitete Mailänder Kuchenspezialität Panettone der Spitzenreiter, gefolgt von Amarettini – kleinen Makronen aus Eischnee, Zucker, gemahlenen Mandeln und Amaretto. [Reutlinger General-Anzeiger, 24.12.2008]
»Schnecken« mit Rosinen und Zimt, »Wienerbröd« (dänisches Gebäck), »Mazarin« (Zuckergußgebäck), »Biskvi« ([schwedische] Makrone mit Schokoladencreme) und verschiedene Torten und Plätzchen. [Warnung vor dem süßen Zahn, 15.04.1977, aufgerufen am 18.08.2015]
[…] der Konditor Adam [schuf] anlässlich der Zeremonie [der Heirat von König Ludwig XIV.] seinen bis heute unangefochtenen Bestseller […]: den baskischen Macaron, süße Gebäcktaler aus Eischnee, Zucker und Mandeln. Diese Makronen sind ungefüllt, größer als ihre Namensvetter, goldbraun statt bunt – und damit bezeichnend für das Baskenland, denn hier ist alles etwas anders als im restlichen Frankreich. [Welt am Sonntag, 24.06.2018]
Zum Gruß aus der Küche, der aus einer salzigen Makrone und einem gefüllten Gemüsechip besteht, wird ungebackener Brotteig zu Tisch gebracht. [Der Standard, 08.04.2011]
2.
Synonym zu Macaron
Beispiele:
Kennen Sie das Lieblingsgebäck der Franzosen? »Makrone« nennt sich die süße Verführung aus zart‑krossem Baisermantel über einer schmelzenden Füllung. Das französische Kultgebäck begeistert in letzter Zeit auch unsere Gaumen, vorzugsweise in fröhlich‑bunten Pastellfarben. [Neues Volksblatt, 16.03.2016]
Ob blumig oder fruchtig: Makronen sind sprichwörtlich in aller Munde! COOKING hat fünf frühsommerliche Kreationen rund um die kleinen, süßen Doppeldecker zum Nachmachen ausgesucht. [Österreich, 22.05.2015]
Macarons, erfährt man, sind eigentlich nur Makronen, allerdings kunstvoll veredelte, und sie entstehen so: Aus geschälten und fein gemahlenen Mandeln, Puderzucker, Eiweiß, einer Prise Salz und Lebensmittelfarbe (Rot, Gelb und Grün gibt es im Supermarkt, Blau in der Apotheke) eine Baisermasse bereiten. Die wird in einen Spritzbeutel gefüllt und ergibt aufs Blech gebracht runde Makronen. Nach dem Backen und Erkaltenlassen wird jeweils eine Makrone mit einer feinen Buttercreme, mit Schoko‑Sahne, Eiscreme oder auch Heidelbeer‑Quark bedeckt, von einer zweiten Makrone gekrönt und hübsch verziert. [Badische Zeitung, 23.01.2011]
Neben Sandwiches mit Ei‑Kresse, Gurken oder Lachs‑Kapern werden auch Macarons angeboten, schaumige Makronen mit einer cremigen Füllung dazwischen, Shortbread, ein zum Tee übliches schottisches Mürbeteiggebäck, sowie Petit Fours […]. [Welt am Sonntag, 14.11.2010]

letzte Änderung:

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Makrone f. ‘Gebäck aus Mandeln, Zucker, Mehl und Eiweiß’ stammt wie Makkaroni (s. d.) aus ital. (mundartlich) maccarone ‘Röhrennudel’, älter auch ‘Kloß’, das im 16. Jh. ins Frz. gelangt und dort (wegen der Ähnlichkeit mit einem Kloß?) die Bedeutung ‘Mandeltörtchen’ erhält. Frz. macaron m. wird Mitte des 17. Jhs. ins Dt. übernommen und um 1700 zu Makrone eingedeutscht.
Zitationshilfe
„Makrone“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Makrone#1>, abgerufen am 17.01.2022.

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Magrone, die

Alternative Schreibung Makrone
Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Magrone · Nominativ Plural: Magronen · wird meist im Plural verwendet
Aussprache [maˈgʀoːnə]
Worttrennung Ma-gro-ne · Mag-ro-ne · Ma-kro-ne · Mak-ro-ne
Herkunft aus (mundartlich) maccaroneital ‘Röhrennudel’ (Makkaroni)
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

CH röhrenförmige Nudel
Synonym zu Makkaroni
Beispiele:
In die Schweiz gelangt sind die Magronen (makkaroni) natürlich durch die italienischen Arbeiter, die den Gotthard‑Eisenbahntunnel ausgehoben haben. [Aelplermagronen hindersi, 02.04.2013, aufgerufen am 21.07.2020]
Maccheroni bzw. Makkaroni haben allerdings viele Namen. In der Schweiz kennt man sie als Magronen bzw. in der kleinen Variante als Hörnli, die in Österreich und den südlichen Gebieten Deutschlands als Hörnchen bekannt sind. [Tag der Makkaroni, 09.07.2020, aufgerufen am 31.08.2020]
Gefragt seien vor allem die gängigen Sorten: Hörnli, Spiralen, Magronen, Spaghetti und zwei Arten von Nudeln. [Neue Zürcher Zeitung, 06.03.2020]
Bratbutter in grosser Pfanne erhitzen, Zwiebeln anbraten, bis sie leicht braun sind. Rohe Magronen und Kartoffeln beifügen und kurz mitdämpfen. Mit Bouillon ablöschen, einkochen lassen. Wenn die Magronen fast weich sind, Rahm beigeben und fertig kochen. Reibkäse zufügen, gut umrühren und anrichten. [Bote der Urschweiz, 27.02.2018]
Matronen kochen dicke römische Makronen. [Basler Zeitung, 27.02.2002]
a)
allgemeiner
Synonym zu Nudel (1), Pasta¹ (1)
Beispiele:
Teigwaren wurden von den Sennen sehr geschätzt, da sie auf der Alp problemlos während langer Zeit haltbar waren und einfach im Rucksack oder auf dem Räf transportiert werden konnten. Ausserdem konnten die Magronen hervorragend mit den übrigen Lebensmitteln kombiniert oder gestreckt werden, die ebenfalls auf der Alp immer vorrätig waren: Kartoffeln, Zwiebeln, Käse, Milch, Rahm – die Älplermagronen waren geboren. [Basler Zeitung, 30.09.2012]
Erst im 20. Jahrhundert, verrät eine Tafel, hätten die Innerschweizer Sennen angefangen, »Magronen« (das Innerschweizer Wort für Teigwaren aller Art) in Milch weich bis breiig zu kochen und sie mit einer würzigen Käsesauce sowie der unvergleichlichen Zwiebelschweitze zu übergiessen. [Neue Zürcher Zeitung, 22.08.2001]
b)
Älpler Magronen
Älpler Magronen
(Adrian Michael, CC BY-SA 4.0)
Phrasem:
Älpler Magronen (= deftiges Gericht der Schweizer Küche, das traditionell aus Röhrennudeln, gekochten Kartoffeln, Speck, Käse und Sahne besteht und mit gerösteten Zwiebeln und Apfelmus serviert wird)
Beispiele:
Die aufmerksamen Angestellten […] hatten uns Älpler Makronen, bestehend aus Nudeln, Kartoffeln, Käse, gerösteten Zwieben und Apfelkompott gekocht. [Von Arosa nach Romanshorn, 04.07.2013, aufgerufen am 31.08.2020]
Menü 1 kleiner grüner Salat, Älpler Makronen mit braunen Zwiebeln und Apfelmus[.] [Über Land auf den Zugerberg, 27.04.2019, aufgerufen am 01.09.2020]
Es [das Gericht] nennt sich Schweizer Älpler Magronen und kommt, wie der Name schon sagt, aus der Schweiz. Es ist ein Ofengericht und ein richtiges Soulfood für den Herbst. […] Neben Pasta finden sich in dem deftigem Gericht auch noch Kartoffeln, Sahne, Bergkäse, Zwiebelringe und Speck wieder. [Schweizer Älpler Magronen, 21.10.2017, aufgerufen am 01.09.2020]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Magrone“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Magrone#2>, abgerufen am 17.01.2022.

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