Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Maler, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Malers · Nominativ Plural: Maler
Aussprache 
Worttrennung Ma-ler
eWDG

Bedeutungen

1.
jmd., der als Künstler Bilder malt, Kunstmaler
Beispiele:
ein berühmter, bekannter Maler
das Bild ist die Arbeit eines niederländischen Malers
2.
jmd., der als Handwerker etw. mit Farbe anstreicht
Beispiele:
den Maler bestellen, kommen lassen
der Maler streicht bei uns in dieser Woche die Türen und Fenster
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

malen · Maler · Malerei · malerisch
malen Vb. ‘mit Pinsel und Farbe oder Stift gestalten, mit Farbe (be)streichen’, ahd. mālōn, mālēn (9. Jh., doch vgl. schon inmālēn, 8. Jh.), mhd. mālen ‘ein Zeichen machen, abgrenzen, bunt verzieren, färben, schreiben, im Geist entwerfen, malen, zeichnen’, asächs. mālon ‘verzieren, bemalen’, mnd. mālen, aengl. gemǣlan ‘ein Zeichen machen’, anord. mæla ‘malen’, got. mēljan ‘schreiben’. Mit der Ausgangsbedeutung ‘(dunkle) Farbe auftragen, mit einem farbigen Zeichen versehen’ (daher auch ‘mit Farbe schreiben’) stellen sich die Verben zu einem gemeingerm. Substantiv, das in ahd. mhd. mnd. māl ‘Zeichen, Merkmal, Fleck’, asächs. (hōbið) māl, aengl. mǣl, anord. māl, got. mēla (Plur.) ‘Schrift’ belegt und mit aind. malináḥ ‘schmutzig, unrein’, málam ‘Schmutz, Kot, Dreck, Unreinlichkeit’, griech. mélās (μέλας) ‘dunkelfarbig, schwarz, finster’, lit. mė́las ‘blau’, mel̑svas ‘bläulich’, russ. malína (малина) ‘Himbeere’ verwandt ist. Zugrunde liegt die in Farbbezeichnungen auftretende Wurzel ie. *mel(ə)-, besonders ‘von dunklem, unreinem Farbton, Schmutz, beschmutzen’ (wozu vielleicht auch Molch, s. d.). Vgl. dazu auch die Entwicklung von Mal2 (s. d.). Redensartlich den Teufel an die Wand malen ‘Schlimmes vorhersagen’ (16. Jh.). Maler m. ‘mit Pinsel und Farbe gestaltender Künstler’, auch ‘Anstreicher’, ahd. mālāri (9. Jh.), mhd. mālære, māler, mæler, asächs. māleri, mnd. māler(e), mnl. maelre, afries. mēler, māler. Malerei f. ‘Kunst des Malens, Gesamtheit der Gemälde’ (15. Jh.). malerisch Adj. ‘die Malerei betreffend, für die Malerei typisch, zum Malen geeignet, romantisch’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Maler · Zeichner
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Anstreicher · Maler · Weißbinder  ●  Maler und Lackierer  Amtsdeutsch · Tüncher  regional · Weißeler  regional · Weißer  regional · Pinselquäler  derb, abwertend
Oberbegriffe

Typische Verbindungen zu ›Maler‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Maler‹.

Verwendungsbeispiele für ›Maler‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit ihnen übernahm der Maler etwas von der Atmosphäre jener prunkvollen repräsentativen Räume in das Bild. [Welt und Wissen, 1929, Nr. 4, Bd. 18]
Man haue einem Maler, der so etwas vollbringt, auf die Finger. [Schalcher, Traugott: Die Reklame der Straße, Wien: C. Barth 1927, S. 2]
Vielleicht waren Bilder wie diese für den Maler selber nur Experimente. [Beenken, Hermann: Das Neunzehnte Jahrhundert in der deutschen Kunst, München: Bruckmann 1944, S. 400]
Aber dies ändert sich schon bei einem Maler wie etwa Jan de Bray. [Wind, Edgar: Humanitätsidee und heroisiertes Porträt in der englischen Kultur des 18. Jahrhunderts. In: Saxl, Fritz (Hg.), Vorträge 1930 - 1931, Leipzig: Teubner 1932, S. 184]
Wen interessiert es denn, daß ich derzeit anfange, unbekannte junge Maler zu kaufen? [Der Spiegel, 17.08.1992]
Zitationshilfe
„Maler“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Maler>.

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