Maler, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Malers · Nominativ Plural: Maler
Aussprache
WorttrennungMa-ler
Wortbildung mit ›Maler‹ als Erstglied: ↗Malerarbeit · ↗Maleremail · ↗Malerfarbe · ↗Malergehilfe · ↗Malerin · ↗Malerkittel · ↗Malermeister · ↗Malermuschel · ↗Malerpinsel · ↗Malersmann · ↗malerisch
 ·  mit ›Maler‹ als Letztglied: ↗Auchmaler · ↗Blumenmaler · ↗Dekorationsmaler · ↗Genremaler · ↗Gesellschaftsmaler · ↗Glasmaler · ↗Historienmaler · ↗Hofmaler · ↗Ikonenmaler · ↗Kunstmaler · ↗Landschaftsmaler · ↗Modemaler · ↗Plakatmaler · ↗Porträtmaler · ↗Porzellanmaler · ↗Schildermaler · ↗Schriftenmaler · ↗Sittenmaler · ↗Sonntagsmaler · ↗Stubenmaler · ↗Tiermaler
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
jmd., der als Künstler Bilder malt, Kunstmaler
Beispiele:
ein berühmter, bekannter Maler
das Bild ist die Arbeit eines niederländischen Malers
2.
jmd., der als Handwerker etw. mit Farbe anstreicht
Beispiele:
den Maler bestellen, kommen lassen
der Maler streicht bei uns in dieser Woche die Türen und Fenster
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

malen · Maler · Malerei · malerisch
malen Vb. ‘mit Pinsel und Farbe oder Stift gestalten, mit Farbe (be)streichen’, ahd. mālōn, mālēn (9. Jh., doch vgl. schon inmālēn, 8. Jh.), mhd. mālen ‘ein Zeichen machen, abgrenzen, bunt verzieren, färben, schreiben, im Geist entwerfen, malen, zeichnen’, asächs. mālon ‘verzieren, bemalen’, mnd. mālen, aengl. gemǣlan ‘ein Zeichen machen’, anord. mæla ‘malen’, got. mēljan ‘schreiben’. Mit der Ausgangsbedeutung ‘(dunkle) Farbe auftragen, mit einem farbigen Zeichen versehen’ (daher auch ‘mit Farbe schreiben’) stellen sich die Verben zu einem gemeingerm. Substantiv, das in ahd. mhd. mnd. māl ‘Zeichen, Merkmal, Fleck’, asächs. (hōbið) māl, aengl. mǣl, anord. māl, got. mēla (Plur.) ‘Schrift’ belegt und mit aind. malináḥ ‘schmutzig, unrein’, málam ‘Schmutz, Kot, Dreck, Unreinlichkeit’, griech. mélās (μέλας) ‘dunkelfarbig, schwarz, finster’, lit. mė́las ‘blau’, mel̑svas ‘bläulich’, russ. malína (малина) ‘Himbeere’ verwandt ist. Zugrunde liegt die in Farbbezeichnungen auftretende Wurzel ie. *mel(ə)-, besonders ‘von dunklem, unreinem Farbton, Schmutz, beschmutzen’ (wozu vielleicht auch ↗Molch, s. d.). Vgl. dazu auch die Entwicklung von ↗Mal (s. d.). Redensartlich den Teufel an die Wand malen ‘Schlimmes vorhersagen’ (16. Jh.). Maler m. ‘mit Pinsel und Farbe gestaltender Künstler’, auch ‘Anstreicher’, ahd. mālāri (9. Jh.), mhd. mālære, māler, mæler, asächs. māleri, mnd. māler(e), mnl. maelre, afries. mēler, māler. Malerei f. ‘Kunst des Malens, Gesamtheit der Gemälde’ (15. Jh.). malerisch Adj. ‘die Malerei betreffend, für die Malerei typisch, zum Malen geeignet, romantisch’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Maler · ↗Zeichner
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Franz Carl Spitzweg · Karl Spitzweg
Synonymgruppe
Anstreicher · Maler · ↗Weißbinder  ●  Maler und Lackierer  Amtsdeutsch · ↗Tüncher  regional · Weißeler  regional · Weißer  regional · Pinselquäler  derb, abwertend
Oberbegriffe
Zitationshilfe
„Maler“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Maler>, abgerufen am 26.05.2019.

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