Maloche, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Maloche · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungMa-lo-che
Wortbildung mit ›Maloche‹ als Grundform: ↗malochen
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2019

Bedeutung

salopp schwere Arbeit
Beispiele:
Viele Köche haben eine künstlerische Ader[…]. Kochen ist aber auch Wullacken, also harte Maloche […]. [Süddeutsche Zeitung, 08.04.2017]
Zum anderen sind Tätigkeiten in den Gesundheits- und Sozialberufen anstrengend: viel Bürokratie, Maloche im Minutentakt und familienunfreundliche Einsatzzeiten prägen ihren Alltag. [Die Zeit, 25.02.2015 (online)]
Nach zehn Stunden Maloche habe ich bald Feierabend. Dann möchte ich nur noch eines: schlafen. [Bild am Sonntag, 28.04.2013, Nr. 17]
Ein musikalischer Genius sei er ja jetzt schon, seinem Talent und jahrelanger, harter Maloche am Piano sei Dank. [Die Welt, 17.04.2002]
Die Arbeit im Einzelhandel ist echte Maloche. Und gerade Discountmärkte sparen am Personal. [Die Zeit, 15.04.1999, Nr. 16]
So ein Stückchen Natur braucht jede Menge Pflege: säen, düngen, gießen, Hühner versorgen. Also ran an die Maloche. [C’t, 1999, Nr. 21]
Kollokation:
mit Adjektivattribut: ehrliche, harte, tägliche Maloche
metonymisch Arbeitsverhältnis, bei dem eine schwere, anstrengende Tätigkeit, Maloche verrichtet wirdQuelle: DWDS, 2019
Beispiele:
Ich gehe seit 35 Jahren zur Maloche. Um Rente oder Rentenhöhe mach ich mir keinen Kopp mehr, jedenfalls sicher ist die nicht. [Die Welt, 01.12.2016]
Der ehemalige Industriearbeiter[…] repräsentiert den typischen Malocher, dem die Maloche abhandengekommen ist. Im Ruhrgebiet seien ganze Industrien – »Zechen, Stahlwerke, Brauereien« –, einfach verschwunden, und mit ihnen die Arbeitsplätze. [Spiegel, 24.11.2016 (online)]
[…] der Arbeiter, der frühmorgens mit der Straßenbahn zur Maloche fährt […]. [Spiegel, 08.10.2007 (online)]
100 Jahre lang wurde im Krupp-Werk von Duisburg-Rheinhausen Stahl gekocht, ganze Generationen von Arbeiterfamilien lebten von der Maloche in dem riesigen Hüttenwerk. [Bild am Sonntag, 24.09.2000]
Wie der deutsche Kumpel darauf reagieren wird, wenn er, arbeitslos geworden, morgens hinter seiner Wohnzimmergardine mit ansehen muß, wie sein ausländischer Kollege zur Maloche geht, das mag man sich […] gar nicht ausdenken. [Frankfurter Rundschau, 14.02.1997]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Maloche · malochen
Maloche f. ‘(harte) Arbeit’, aus dem Rotw. (18. Jh.), nach jidd. melōche, malōche, hebr. mᵉlā(ʼ)ḵā(h) ‘Arbeit’. malochen Vb. ‘hart arbeiten’ (maloch(e)nen, 19. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Knochenarbeit · ↗Quälerei · ↗Schinderei · ↗Schufterei · ↗Schwerarbeit · ↗Schwerstarbeit · ↗Strapaze · harte körperliche Arbeit · schwere Arbeit  ●  ↗Kärrnerarbeit  fig. · ↗Sklavenarbeit  fig. · Sträflingsarbeit  fig. · ↗Tortur  fig. · Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat  ugs., fig. · Maloche  ugs. · ↗Mühsal  geh., veraltend · ↗Plackerei  ugs. · ↗Plagerei  ugs. · ↗Rackerei  ugs. · ↗Schlauch  ugs. · Steine klopfen  derb, fig.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Anstellung · ↗Arbeit · ↗Beruf · ↗Beschäftigung · ↗Gewerbe · ↗Job · ↗Profession · ↗Tätigkeit  ●  Maloche  ugs.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Schweiß echt ehrlich hart schweißtreibend täglich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Maloche‹.

Zitationshilfe
„Maloche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Maloche>, abgerufen am 26.03.2019.

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